Echinocereus-Kakteen sind beliebt wegen ihres attraktiven Aussehens und ihrer schönen, langanhaltenden Blüten.
Echinocereen gehören zu den pflegeleicht anspruchslosen Kakteen. Ihre Fundorte erstrecken sich über eine sehr ausgedehnte Fläche Mittelamerikas. In der Natur wachsen sie im mittleren Osten Mexikos in den Bundesstaaten Tamaulipas und Durango, weiter in den Bundesstaaten Sonora, Chihuahua und in allen weiteren südwestlichen Bundesstaaten der USA von Texas und Kalifornien bis nach Colorado, Utah und Nevada. Dank unserem E-Shop können Sie diese mittelamerikanischen Schönheiten auch selbst kultivieren.
Echinocereen
Echinocereen gehören zur Familie der Kakteengewächse (lat. Cactaceae). Echinocereen können einzeln wachsende oder reichlich verzweigte, niederliegende oder aufrechte Kakteen sein, die meist stark bedornt sind. Die Blüten sind meist groß in verschiedenen Farbschattierungen. Am häufigsten begegnet man rosa, roten, violetten, seltener auch weißen, gelben und grünlichen Blütenfarben. Ein wertvoller Vorzug der Echinocereus-Blüten ist ihre verhältnismäßig lange Haltbarkeit. Die Blüten halten länger als eine Woche.
Züchter unterteilen Echinocereen in sogenannte „grüne", die reichlich Ableger bilden und Polster formen. Die einzelnen Pflänzchen erreichen maximal 3 cm im Durchmesser. Die zweite Gruppe sind die sogenannten „pektinaten" Echinocereen, die einen kräftigeren Körper haben und deren Dornen kammartig angeordnet sind. Die Dornen sind ihre große Zierde, denn sie sind oft buntfarbig.
Bekannteste Echinocereus-Arten
Zu den bekanntesten Echinocereen gehören Echinocereus rubrispinus, Echinocereus chloranthus und Echinocereus viridiflorus.
Echinocereus rubrispinus
Echinocereus rubrispinus ist von säulenförmigem Wuchs, kann eine Höhe von etwa 18 cm und eine Breite von ca. 5 cm erreichen. Dieser Kaktus wächst einzeln, Ableger erscheinen bei ihm sehr selten. Die Bedornung dieses Echinocereus ist sein Stolz, besonders jüngere Pflanzen prunken mit ausgesprochen roten Dornen. Den Höhepunkt seiner Schönheit erreicht Echinocereus rubrispinus zur Blütezeit. Seine Blüten sind groß, hell purpurrot mit cremefarbenem Schlund und grüner Narbe. Die Heimat des Echinocereus rubrispinus ist der Westen des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua. Hier wächst dieser Kaktus im unzugänglichen Gelände des Sierra Obscura-Gebirges. Echinocereus rubrispinus wurde am Fundort von Alfred Lau entdeckt und bereits bei der Entdeckung war klar, dass es sich um eine Neuheit handelt, die von Züchtern wegen ihres attraktiven Aussehens sehr geschätzt werden wird. Heute ist er bei Züchtern beliebt und bildet eine markante Dominante der Sammlung. Dieser Echinocereus sollte in durchlässigem Substrat kultiviert werden, ihm eine kühle und helle Überwinterung gegönnt werden. Im Sommer benötigt er ausreichend Wasser und frische Luft.
Echinocereus chloranthus var. cylindricus
Echinocereus chloranthus var. cylindricus gehört zu den kleineren Echinocereus-Arten mit zylindrischem Stamm. Die Stämme wachsen einzeln, gelegentlich erscheinen auch einige wenige Ableger. Echinocereus chloranthus kann eine Höhe von bis zu 20 cm und einen Durchmesser von bis zu 7 cm erreichen. Die Bedornung dieser Pflanzen ist sehr variabel und hängt vom konkreten Herkunftsstandort ab. Die Blüten wachsen etwa in der Mitte des Körpers dieses Kaktus. Ihre Farbe ist ebenso wie die Bedornung sehr variabel. Die Blüten können von gelblich-grün bis braun variieren. Echinocereus chloranthus wächst in hochgelegenen Gebieten im Südwesten der USA in den Bundesstaaten Texas und New Mexico. Diese Gebiete sind kalt, sodass diese Kakteen unter unseren klimatischen Bedingungen auch die Überwinterung im Freien vertragen. Es ist jedoch notwendig, ihnen einen möglichst trockenen Überwinterungsplatz zu sichern.
Echinocereus viridiflorus
Echinocereus viridiflorus hat einen leicht säulenförmigen Wuchs. Er wächst meist horstbildend, einige Exemplare wachsen jedoch auch einzeln. Dieser Echinocereus erreicht eine Höhe von bis zu 15 cm und einen Stammdurchmesser von etwa 6 cm. Die Bedornung ist wie bei der vorherigen Art sehr variabel und hängt vom konkreten Herkunftsort ab. Die Dornen liegen meist dem Stamm an und sind regelmäßig spinnenartig um die Areole verteilt. Die Blüten wachsen etwa in der Mitte des Kaktuskörpers und sind grünlich oder grüngelb gefärbt. Echinocereus viridiflorus ist der am nördlichsten vorkommende Echinocereus. Er kommt in vielen Bundesstaaten im Südwesten und Mittleren Westen der USA vor. Das sind New Mexico, Texas, Dakota, Kansas, Oklahoma, Colorado und Wyoming. Die Standorte befinden sich an grasigen Stellen oder im Schatten von Bergwäldern. Echinocereus aus kälteren Gebieten vertragen auch kalte Überwinterung unter dem Gefrierpunkt. In dieser Zeit müssen sie jedoch völlig trocken stehen und das Gewebe muss gut ausgereift sein. Auch diese Echinocereus-Art ist unter Züchtern sehr beliebt. Mit ihrer Kultivierung werden jedoch auch Anfänger keine Probleme haben.
Anbau von Echinocereus
Der Anbau der meisten Echinocereus-Arten ist nicht schwierig. Damit Ihre Kakteen blühen, ist es wichtig, ihren natürlichen Rhythmus mit dem Wechsel zwischen der sommerlichen Vegetationsperiode und der winterlichen Ruhephase einzuhalten. Bei Echinocereus ist dies doppelt wichtig. Im Sommer gönnen Sie Ihren Echinocereus viel Sonne, Wasser, Wärme und frische Luft. Sie verschmähen auch häufiges Besprühen an schwülen Tagen nicht. Durch das Besprühen fördern Sie ihr Wachstum und verringern zudem die Wahrscheinlichkeit eines Befalls durch Schädlinge wie Spinnmilben. Im Herbst bringen Sie die Echinocereus in einen kühlen, hellen Raum. Optimal ist eine Temperatur von etwa 5 °C. Halten Sie die Kakteen unter diesen Bedingungen völlig trocken. In der Kühle überstehen sie problemlos den gesamten Winter ohne einen einzigen Tropfen Wasser. Bei einer Überwinterung in Wärme und Feuchtigkeit könnte es zum Vergeilen der Pflanzen kommen (es würde sich eine unschöne schmale helle Spitze bilden) und bei Übernässung sogar zur Fäulnis der gesamten Pflanze, was im Falle von Echinocereus ein großer Schaden wäre. Besonders ist die Überwinterung von Echinocereus chloranthus, der sogar eine Überwinterung im Freien verträgt. Diese Echinocereus-Art können Sie also ganzjährig im Freien kultivieren. Pflanzen Sie ihn in durchlässiges Substrat, damit sich bei seinen Wurzeln kein Wasser staut. Richten Sie den Standort nach Süden aus, damit die Echinocereus im Sommer ausreichend Sonne haben. Stellen Sie vor dem Winter ein Schutzdach über den Echinocereus, damit kein Wasser an seine Wurzeln gelangt. Wenn dieser Echinocereus ausreichend trocken ist, verträgt er problemlos auch starke Fröste. Ein buchstäblich tödlicher Schlag kann ihm im Winter durch Tauwetter versetzt werden, wenn Wasser aus schmelzendem Schnee zu den Wurzeln gelangt, der Kaktus „trinkt" und dann stärkere Fröste einsetzen. Ein „vollgesogener" Kaktus ist nämlich sehr anfällig und kann leicht erfrieren oder verfaulen. Wenn Sie ein unbeheiztes Gewächshaus haben, kann es zum idealen Winterquartier gerade für Echinocereus chloranthus werden. Zögern Sie nicht und besorgen Sie sich Samen dieser Echinocereus, damit Sie sich an der Schönheit ihrer Dornen und vor allem an den großen, lange blühenden Blüten erfreuen können.