Wie man erfolgreich Geranien züchtet. Farbenprächtige Pelargonien bringen Ihr Zuhause zum Strahlen.

Geranien, botanisch korrekt als Pelargonien bezeichnet, gehören zu den beliebtesten Balkon- und Terrassenpflanzen in Europa. Ihre leuchtenden Farben, einfache Pflege und lange Blütezeit machen sie zur idealen Wahl für Anfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles über den erfolgreichen Anbau dieser prächtigen Pflanzen.

Grundlagen der Geranien-Pflege

Pelargonien stammen ursprünglich aus Südafrika und haben sich perfekt an europäische Bedingungen angepasst. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Verständnis ihrer grundlegenden Bedürfnisse:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig, mindestens 5-6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich
  • Temperatur: Optimal bei 18-25°C, nicht frosthart
  • Substrat: Durchlässige, nährstoffreiche Blumenerde mit guter Drainage
  • Bewässerung: Regelmäßig, aber Staunässe vermeiden

Die richtige Sortenauswahl

Es gibt verschiedene Arten von Pelargonien, jede mit ihren eigenen Eigenschaften:

Zonale Pelargonien (Beetgeranien)

Die klassischen Balkongeranien mit aufrechtem Wuchs und charakteristischen dunklen Ringen auf den Blättern. Ideal für Balkonkästen und Beete. Sie erreichen eine Höhe von 30-40 cm und blühen von Mai bis Oktober in Rot, Rosa, Weiß oder Violett.

Hänge-Pelargonien (Pelargonium peltatum)

Perfekt für Hängekörbe und Balkonkästen, wo ihre Triebe bis zu 1 Meter lang werden können. Ihre Blätter sind glänzend und efeuähnlich, daher auch der Name Efeupelargonien.

Edel-Pelargonien

Mit großen, auffälligen Blüten und gewellten Blatträndern. Sie bevorzugen geschütztere Standorte und eignen sich besonders gut für Wintergärten oder als Zimmerpflanzen.

Duft-Pelargonien

Ihre Blätter verströmen beim Berühren verschiedene Düfte – von Zitrone über Rose bis Minze. Ideal für Kräutergärten und als natürlicher Mückenschutz.

Pflanzung und Standortwahl

Der ideale Standort

Pelargonien benötigen viel Licht für eine üppige Blüte. Ein nach Süden oder Südwesten ausgerichteter Balkon ist ideal. Sie vertragen zwar auch Halbschatten, blühen dort aber weniger intensiv. Schützen Sie die Pflanzen vor starkem Wind und Dauerregen, da beides die Blüten beschädigen kann.

Auswahl des richtigen Pflanzgefäßes

Wählen Sie Töpfe oder Balkonkästen mit ausreichenden Drainagelöchern. Die Mindestgröße sollte 15-20 cm Durchmesser für eine einzelne Pflanze betragen. Größere Gefäße sind besser, da sie mehr Substrat aufnehmen und die Wurzeln besser entwickeln können.

Das richtige Substrat

Verwenden Sie hochwertige Blumenerde mit folgenden Eigenschaften:

  • Gute Drainage durch Perlitzusatz oder Ton
  • pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0
  • Reich an organischen Nährstoffen
  • Luftig und strukturstabil

Mischen Sie der Erde etwa 20% Sand oder Perlite bei, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden verhindert Staunässe.

Bewässerung – Der kritische Faktor

Die richtige Bewässerung ist entscheidend für gesunde Pelargonien. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule, zu wenig lässt die Pflanzen welken.

Bewässerungsregeln

  • Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht (2-3 cm) abgetrocknet ist
  • Wässern Sie gründlich, bis Wasser aus den Drainagelöchern läuft
  • Entfernen Sie überschüssiges Wasser aus Untersetzern nach 15 Minuten
  • Vermeiden Sie Bewässerung der Blätter, um Pilzkrankheiten vorzubeugen
  • Gießen Sie morgens oder abends, nie in der Mittagshitze

Wasserbedarf je nach Jahreszeit

Im Sommer benötigen Pelargonien täglich Wasser, an besonders heißen Tagen eventuell zweimal. Im Frühjahr und Herbst reicht alle 2-3 Tage. Während der Überwinterung nur sparsam gießen, gerade genug, um ein Austrocknen des Wurzelballens zu verhindern.

Düngung für üppige Blütenpracht

Pelargonien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Nährstoffzufuhr für kontinuierliche Blütenbildung.

Düngeplan

  • Beginn: 2-3 Wochen nach dem Pflanzen oder Umtopfen
  • Häufigkeit: Alle 1-2 Wochen während der Wachstums- und Blütezeit
  • Typ: Flüssigdünger für Blühpflanzen mit NPK-Verhältnis 7-3-7 oder ähnlich
  • Dosierung: Nach Herstellerangaben, bei wöchentlicher Düngung halbierte Konzentration

Organische vs. mineralische Düngung

Organische Dünger wie Kompost oder Wurmhumus fördern das Bodenleben und geben Nährstoffe langsam ab. Sie eignen sich besonders für Biogärtner. Mineralische Dünger wirken schneller und ermöglichen eine präzisere Dosierung. Eine Kombination beider Typen liefert optimale Ergebnisse.

Spurenelemente nicht vergessen

Achten Sie auf ausreichende Versorgung mit Eisen, Magnesium und Bor. Mangelerscheinungen zeigen sich durch gelbe Blätter (Eisenmangel) oder schlechte Blütenbildung (Bormangel). Spezielle Pelargoniendünger enthalten alle notwendigen Mikronährstoffe.

Schnitt und Pflege während der Saison

Regelmäßiges Ausputzen

Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blütenstände samt Stiel. Dies verhindert Samenbildung und regt die Pflanze zur Bildung neuer Blüten an. Nutzen Sie dafür eine saubere, scharfe Schere oder brechen Sie die Stiele vorsichtig ab.

Formschnitt

Im Frühjahr, etwa im März, schneiden Sie Pelargonien um etwa ein Drittel zurück. Dies fördert einen buschigen, kompakten Wuchs. Entfernen Sie auch alle schwachen, dünnen oder nach innen wachsenden Triebe.

Entspitzen junger Pflanzen

Bei jungen Pflanzen knipsen Sie die Triebspitzen nach dem dritten oder vierten Blattpaar ab. Dies führt zu stärkerer Verzweigung und kompakterem Wuchs.

Schädlinge und Krankheiten

Häufige Schädlinge

Weiße Fliegen: Kleine, weiße fliegende Insekten an der Blattunterseite. Bekämpfung mit Gelbtafeln und biologischen Präparaten auf Rapsölbasis.

Blattläuse: Grüne oder schwarze Insekten an jungen Trieben und Blütenknospen. Abspritzen mit Wasser oder Behandlung mit Schmierseifenlösung hilft.

Spinnmilben: Bei sehr trockener Luft können feine Gespinste an den Blättern auftreten. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und behandeln Sie mit Raubmilben.

Pilzkrankheiten

Grauschimmel (Botrytis): Grauer, pelziger Belag auf Blättern und Blüten. Entfernen Sie befallene Teile sofort und verbessern Sie die Luftzirkulation. Vermeiden Sie Bewässerung der Blätter.

Rost: Braune, rostfarbene Flecken auf Blattunterseiten. Entfernen Sie befallene Blätter und behandeln Sie mit biologischen Fungiziden. Rost tritt besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit auf.

Wurzelfäule: Verursacht durch Staunässe. Die Pflanze welkt trotz feuchter Erde. Vorbeugung durch gute Drainage und angepasstes Gießverhalten ist die beste Maßnahme.

Physiologische Probleme

  • Gelbe Blätter: Oft durch Überwässerung, Nährstoffmangel oder zu kalten Standort
  • Braune Blattränder: Düngerbrand durch zu hohe Salzkonzentration – mehr wässern und Düngergaben reduzieren
  • Keine Blüten: Zu wenig Licht, Stickstoffüberschuss oder falsche Überwinterung

Überwinterung von Pelargonien

Pelargonien sind mehrjährig, aber nicht winterhart. Mit der richtigen Überwinterung können Sie Ihre Pflanzen viele Jahre erhalten.

Vorbereitung im Herbst

Bevor die ersten Fröste kommen (meist Ende September/Anfang Oktober):

  • Schneiden Sie die Pflanzen auf etwa 15-20 cm zurück
  • Entfernen Sie alle Blätter und Blüten
  • Kontrollieren Sie auf Schädlinge und behandeln Sie bei Bedarf
  • Topfen Sie bei Bedarf in kleinere Gefäße um

Überwinterungsstandort

Der ideale Überwinterungsplatz bietet:

  • Temperaturen zwischen 5-10°C (kühle Überwinterung) oder 12-15°C (helle Überwinterung)
  • Ausreichend Licht (helle Räume, Gewächshaus, Wintergarten)
  • Gute Luftzirkulation
  • Geringe Luftfeuchtigkeit zur Vermeidung von Pilzkrankheiten

Pflege während der Winterruhe

  • Gießen Sie nur sparsam, etwa alle 2-3 Wochen
  • Düngen Sie nicht
  • Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten
  • Lüften Sie an frostfreien Tagen

Rückschnitt im Frühjahr

Ab Februar/März, wenn die Tage länger werden:

  • Schneiden Sie die Pflanzen auf 10-15 cm zurück
  • Entfernen Sie schwache und vertrocknete Triebe
  • Topfen Sie in frische Erde um
  • Stellen Sie die Pflanzen heller und wärmer (15-18°C)
  • Beginnen Sie vorsichtig mit dem Gießen
  • Nach 2-3 Wochen können Sie mit der Düngung beginnen

Vermehrung von Pelargonien

Stecklingsvermehrung – die einfachste Methode

Die Vermehrung durch Stecklinge ist unkompliziert und hat eine hohe Erfolgsquote. Beste Zeit: August/September oder Februar/März.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Schneiden Sie 10-15 cm lange, nicht blühende Triebe ab
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter, lassen Sie 2-3 Blattpaare stehen
  3. Lassen

Pelargonien oder auch Geranien (lat. Pelargonium) sind bekannte und sehr verbreitete Blumen, die wir in Blumentöpfen, Schalen, Blumenkästen im Innenbereich, aber auch in Beeten im Garten pflanzen. Die Blüten der Pelargonien blühen während der gesamten Vegetationsperiode und wirken sehr dekorativ.

Pelargonien entstanden durch Kreuzung ursprünglicher Arten, die aus Halbsteppen und Bergregionen Südafrikas stammen. Es sind bisher etwa 230 Pelargonienarten bekannt, bei uns eher als Geranien bekannt. Z.B. hängende gefüllte Geranien, aufrechte Geranien.

Geranien wurden bereits im letzten Jahrhundert gezüchtet. Die Zuchtziele sind in den einzelnen Geraniengruppen unterschiedlich. Allgemein gilt jedoch, dass es um die Verbesserung der Eigenschaften und Merkmale einzelner Kreuzungen und der Geranien-Kultivare selbst geht, die mit ihrer Blüte, dem Wachstum sowie ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten zusammenhängen. Unterschiede finden wir in Form, Farbe, Fülle, Größe und Haltbarkeit der Blüten, im Wuchs und verzweigten Stängel.

Bei uns waren früher rote Geranien die Zierde kleiner ärmlicher Bauernhäuschen, denn die Geranienpflanze ist ein Symbol der Freundschaft zwischen armen und reichen Menschen sowie ein Ausdruck der Liebe.

Ideale Bedingungen für den Anbau von Pelargonien

Leuchtend bunte Geranien können wir aus Samen züchten, die wir in Substrat aus einer Mischung aus Torf und Mineralerde säen. Der pH-Wert des Substrats sollte bei etwa 6-6,5 liegen. Etwa 10 Tage nach der Aussaat werden die Geranien in kleine Torftöpfe umgepflanzt und nach etwa 6 Wochen nach der Aussaat setzen wir sie in endgültige Kästen und Gefäße mit einem Durchmesser von ca. 100-110 cm.

Die ideale Temperatur für ihr Wachstum beträgt 20-22 °C. Falls die Jungpflanzen bereits eingewurzelt sind, reicht für ihre weitere Entwicklung eine Temperatur um 18 °C. Falls die Temperatur unter 10 °C sinkt, wachsen Pelargonien nicht mehr weiter.

Zu den allgemeinen Bedingungen für den Anbau von Geranien kann ich ihren hohen Lichtbedarf zählen. Die Blütenbildung hängt von der Intensität der Sonnenstrahlung und der Tageslänge ab. Bei Lichtmangel wachsen Geranien deutlich langsamer. Pelargonien mögen reichlich Sonnenstrahlung. Es ist nicht gut, wenn die Geranienpflanze zu starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, deshalb züchten wir sie nicht in nicht belüftbaren Gewächshäusern.

Für eine günstige Entwicklung der Pflanzen ist angemessenes Gießen notwendig. Achtung, Bewässerung von oben kann bei Pelargonien zur Ausbreitung von Bakteriose führen. Krankheiten können unter Geranien auftreten und sich aufgrund unzureichender Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen ausbreiten.

Geranien und ihre Kreuzungen

Mit dem Frühlingsbeginn und warmem Wetter erscheinen in den Fenstern und auf Balkonen Blumentöpfe mit bunten, sehr dekorativ wirkenden Pelargonien. Zu den am häufigsten angebauten Geranien-Kreuzungen gehören:

  • Zonale Pelargonie (lat. Pelargonium zonale) ist eine sehr bedeutende Hybride und hat eine große Anzahl von Kultivaren, die sich in Größe, Farbe und Fülle der Blüten unterscheiden. Unterschiede finden wir auch in den Wuchseigenschaften. Für diese Pelargonien-Hybride sind Blüten verschiedener Farben charakteristisch, von rot über purpurrot, rosa, lachsfarben bis weiß. Die Form ihrer Blüten ist entweder einfach oder gefüllt in verschiedenen Größen. Nach Wuchshöhe unterteilen wir die Zonale-Pelargonien-Hybriden in niedrige, mittelhohe und hohe. Diese Hybriden sind charakteristisch durch ihre einfache Blüte und ihre Anspruchslosigkeit bezüglich der Wachstumsbedingungen, daher sind sie auch für den Anbau direkt im Beet geeignet. Sie eignen sich auch für den Balkonanbau, da sie aufrecht wachsen, samtige Blätter haben und sehr farbenprächtige Blüten aufweisen.
  • Efeu-Pelargonie (lat. Pelargonium peltatum) hat eine geringere Anzahl von Kultivaren, ihre Bedeutung ist kleiner als die der Zonale-Pelargonien-Hybriden. Die Hybriden haben einfache rosa Blüten wie z.B. Vile de Paris, andere Kultivare der Efeu-Pelargonie haben gefüllte Blüten wie z.B. Dresdener Dunkle Amethyst (violette Blütenfarbe), El Agucho (rote Blüten), Galilee (rosa Blütenton). Diese Pelargonien-Hybriden haben ähnliche Anbauansprüche wie die vorherigen Hybriden. Sie haben glänzende, feste und efeublättrige Blätter. Am besten gedeihen sie in hängenden Blumentöpfen.
  • Edel-Pelargonie (lat. Pelargonium grandiflorum) unterscheidet sich von den vorherigen Hybriden durch die Art der Verwendung und ihre Anforderungen an die Umgebung. Ihre Züchtung begann bereits vor 100 Jahren. Am weitesten verbreitet ist der Anbau von Kultivaren mit roten Blüten, gegebenenfalls lachsfarbenen oder weißen. Nach der Aussaat dauert es bei diesen Kultivaren auch 60 Tage, bis sich bei einer Durchschnittstemperatur von 15 °C die Blütenanlagen bilden. Für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Blüten ist ein längerer als 12-stündiger Tag erforderlich. Diese Pelargonien beginnen meist Ende April Anfang Mai zu blühen. Die Blüte dieser Kultivare können wir auch um einen Monat beschleunigen, indem wir die Pflanzen häufiger niedriger Temperatur aussetzen und ihre Bewässerung einschränken. Es ist jedoch zu beachten, dass erst nach dem Anwurzeln der Pflanzen es möglich ist, die Pelargonien niedrigerer Temperatur auszusetzen. Bei eventueller Nachdüngung der Edel-Pelargonien-Kultivare ist es gut, ihre hohe Empfindlichkeit gegenüber dem Salzgehalt zu berücksichtigen. Sie eignen sich für den Anbau im Innen- und Außenbereich.

Die Blüten der Pelargonien duften angenehm und enthalten in den Trichomen Pelargonienöl, das dem Rosenöl sehr ähnlich ist. Pelargonienöl (lat. Oleum geraniol) ist ein geeigneter Rohstoff für die pharmazeutische und kosmetische Industrie. Für die Bedürfnisse dieser Industrie entstanden in Frankreich, Spanien und Algerien größere Pelargonien-Plantagen.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies, um Ihnen u. a. Informationen zu Ihren Interessen anzeigen zu können.