Giftige Zierpflanzen im Garten – Vorsicht ist geboten

Viele beliebte Zierpflanzen, die unsere Gärten verschönern, bergen ein verstecktes Risiko – sie sind giftig. Während wir uns an ihrer Schönheit erfreuen, ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen eine Gefahr für Kinder, Haustiere und manchmal auch für uns selbst darstellen können.

Die häufigsten giftigen Zierpflanzen im Garten

Zu den am weitesten verbreiteten giftigen Gartenpflanzen gehören:

  • Eisenhut (Aconitum) – eine der giftigsten einheimischen Pflanzen, alle Teile sind hochgiftig
  • Fingerhut (Digitalis) – enthält herzwirksame Glykoside, bereits kleine Mengen sind gefährlich
  • Eibe (Taxus) – bis auf das rote Fruchtfleisch sind alle Pflanzenteile giftig
  • Oleander (Nerium oleander) – beliebte Kübelpflanze, aber in allen Teilen hochgiftig
  • Engelstrompete (Brugmansia) – enthält stark halluzinogene und giftige Alkaloide
  • Goldregen (Laburnum) – besonders die Samen sind für Kinder gefährlich
  • Rhododendron – alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe

Symptome einer Vergiftung

Die Symptome können je nach Pflanze und aufgenommener Menge variieren. Zu den häufigsten gehören:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall und Bauchschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hautreizungen bei Kontakt
  • Schwindel und Bewusstseinsstörungen
  • In schweren Fällen Atemlähmung

Vorsichtsmaßnahmen im Garten

Informieren Sie sich vor dem Kauf von Zierpflanzen über deren Giftigkeit. Wenn Sie kleine Kinder oder Haustiere haben, sollten Sie besonders vorsichtig sein bei der Auswahl Ihrer Gartenpflanzen.

Platzierung beachten – pflanzen Sie giftige Arten außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren. Vermeiden Sie sie in der Nähe von Spielbereichen oder Terrassen.

Aufklärung ist wichtig – bringen Sie Kindern bei, keine Pflanzenteile in den Mund zu nehmen und nicht mit unbekannten Pflanzen zu spielen.

Schutzkleidung tragen – beim Beschneiden oder Umgang mit giftigen Pflanzen sollten Sie Handschuhe tragen und anschließend gründlich die Hände waschen.

Was tun im Notfall?

Bei Verdacht auf eine Pflanzenvergiftung:

  • Bewahren Sie Ruhe und entfernen Sie eventuelle Pflanzenreste aus dem Mund
  • Lösen Sie KEIN Erbrechen aus
  • Geben Sie der betroffenen Person Wasser zu trinken (keine Milch!)
  • Kontaktieren Sie sofort die Giftnotrufzentrale oder einen Arzt
  • Bringen Sie wenn möglich eine Probe der Pflanze mit

Giftige Zierpflanzen müssen nicht aus dem Garten verbannt werden, aber Bewusstsein und Vorsicht sind der Schlüssel zu einem sicheren Gartengenuss. Mit der richtigen Information und Planung können Sie die Schönheit dieser Pflanzen genießen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Kurz gesagt: Zu den häufigsten hochgiftigen Gartenpflanzen zählen Gemeiner Stechapfel, Oleander, Japanische Eibe und Abendländischer Lebensbaum – bei ihnen sind fast alle Pflanzenteile giftig. Beim Oleander können bereits zwei Blätter für einen Erwachsenen tödlich sein, bei Kindern genügt ein einziges. Bei Verdacht auf Vergiftung kein Erbrechen auslösen und sofort ärztliche Hilfe rufen.

Gemeiner Stechapfeleinjährig, 0,5 – 1 m hoch, alle Pflanzenteile stark giftig (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin)
Überlebensprognose Stechapfelbei rechtzeitiger ärztlicher Hilfe ca. 90 %
Oleander – kritische Menge2 Blätter bei Erwachsenen, 1 Blatt bei Kindern; auch der Honig ist giftig
Oleander – KulturStrauch bis 2 m, nicht frostbeständig, kühle Überwinterung, Gießen mit abgestandenem Wasser
Japanische Eibebis ca. 10 m; alles außer dem roten Samenmantel giftig; radikaler Schnitt Ende Juni
Abendländischer Lebensbaumbis 20 m; höchste Giftkonzentration in jungen Trieben und Nadeln; Heckenschnitt Mai bis Ende August

Zierpflanzen sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Gärten geworden, einige von ihnen sind jedoch giftig und können eine potenzielle Gefahr darstellen, insbesondere wenn sich kleine Kinder in ihrer Nähe aufhalten. Sehr häufig kultivierte und zugleich stark giftige Pflanzen sind der Gemeine Stechapfel, der Oleander, die Japanische Eibe und der Abendländische Lebensbaum. Diese Pflanzen sind ganz oder fast vollständig giftig und der Verzehr selbst eines kleinen Stücks kann bei verspäteter medizinischer Hilfe zum Tod des Betroffenen führen. Seien Sie beim Anbau dieser Pflanzen besonders vorsichtig, damit sie Ihren Garten nur verschönern und keine Katastrophe verursachen.

Gemeiner Stechapfel

Der Gemeine Stechapfel (lat. Datura stramonium) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (lat. Solanaceae). Der Gemeine Stechapfel ist eine stark giftige Pflanze, die in höheren Dosen sogar zum Tod führen kann. Die Giftigkeit des Stechapfels wird durch den Gehalt an Alkaloiden wie Atropin, Scopolamin und Hyoscyamin verursacht. Alle Teile des Stechapfels sind stark giftig. Die Intoxikation äußert sich durch erhöhte Beweglichkeit, Angst, Schreckgefühle, Temperaturanstieg, Mundtrockenheit, Pupillenerweiterung, Herzrasen, Schwindel, taumelnden Gang, Verwirrung, Desorientierung, Halluzinationen. Nach dem Höhepunkt der Vergiftung folgt eine sehr schnelle Dämpfung, die sich z.B. durch tiefen Schlaf, Erschöpfung und Reizbarkeit äußert. Nach dem Verzehr irgendeines Teils des Stechapfels ist es unbedingt erforderlich, sofort medizinische Hilfe zu rufen. Bei rechtzeitigem Eingreifen ist die Überlebensprognose relativ hoch (ca. 90 %), dennoch ist große Vorsicht geboten, insbesondere wenn Kinder in die Nähe des Stechapfels gelangen können.

Stechapfel und sein Anbau

Der Gemeine Stechapfel ist eine einjährige Pflanze, die eine Höhe von etwa 0,5 – 1 Meter erreichen kann. Die Blüten sind trichterförmig, weiß oder hellviolett, sie öffnen sich vollständig am Abend. Die Frucht ist eine stachelige Kapsel, die eine große Menge schwarzer Samen enthält. Der Gemeine Stechapfel gedeiht am besten in stickstoffreichen, humosen Böden an sonnigen oder halbschattigen Standorten. Er bevorzugt mäßiges Gießen.

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Wissenswertes

Die bekannten „Engelstrompeten" werden oft als Stechäpfel (lat. Brugmansien) bezeichnet und die Gemeinen Stechäpfel (lat. Datura) als Daturen. Diese beiden Pflanzen unterscheiden sich jedoch grundlegend. Der Unterschied besteht darin, dass Daturen einjährige Pflanzen sind und „Engelstrompeten" mehrjährige Pflanzen.

Oleander

Oleander (lat. Nerium oleander) ist eine weitere stark giftige Pflanze, die häufig in unseren Gärten vorkommt. Die gesamte Pflanze ist giftig – Blätter, Stängel und Blüten. Oleander gilt sogar als eine der giftigsten Pflanzen überhaupt, denn bereits zwei verzehrte Blätter können einen Erwachsenen töten, bei einem Kind reicht sogar ein einziges Blatt. Auch der Honig, den Bienen aus Oleander produzieren, ist giftig. Oleander enthält die Glykoside Oleandrin und Nerin, die direkt auf die Herztätigkeit wirken. Eine Vergiftung äußert sich durch Erbrechen, Fieber, Zittern, Schwindel, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen. Wie bei der Aufnahme jeder anderen giftigen Pflanze ist es notwendig, so schnell wie möglich ärztliche Hilfe aufzusuchen, damit ein Gegengift verabreicht werden kann.

Oleander und sein Anbau

Oleander ist ein immergrüner Strauch, der bis zu 2 m hoch wird. Der Stamm verzweigt sich reichlich. Die Blätter des Oleanders sind ledrig und länglich geformt. Die Blüten können weiß, rot, rosa oder gelb sein. Einige Kultivare haben gefüllte Blüten. Oleander ist eine mehrjährige Pflanze, die jedoch nicht frostbeständig ist, daher muss sie vor dem Einsetzen des Frosts an einen Winterstandort gebracht werden. Damit Oleander gut gedeiht, muss man ihm einen Sommeraufenthalt im Freien und eine Überwinterung in kühlerer Umgebung gönnen. Im Sommer ist reichliches Gießen mit abgestandenem Wasser wichtig (Vorsicht, Oleander reagiert empfindlich auf Wasserhärte), im Winter wird die Bewässerung entsprechend der Raumtemperatur reduziert. In der Kälte wird nur so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Wenn Sie dem Oleander keine kühle Überwinterung bieten können, besprühen Sie ihn zumindest regelmäßig. Lassen Sie den Oleander im Sommer an einem warmen, sonnigen Standort und gönnen Sie ihm regelmäßige Düngung.

Wissenswertes

Die seltenste Oleander-Art ist die mit gelben Blüten, sie wurde als letzte gezüchtet und ist bis heute unter den Züchtern nicht sehr verbreitet.

Japanische Eibe

Die Japanische Eibe (lat. Taxus cuspidata) gehört zur Familie der Eibengewächse (lat. Taxaceae). Die gesamte Pflanze ist mit Ausnahme des roten fleischigen Samenmanteils, der den Samen umhüllt, stark giftig. Gefährlich ist der Gehalt an Alkaloiden – z.B. Taxin A, Taxin B, Lycopin und Ephedrin. Essen Sie die Früchte der Eibe trotzdem nicht und achten Sie darauf, dass Kinder sie nicht probieren – der Samen im Samenmantel ist hochgiftig. Das Gift beginnt sehr schnell zu wirken, daher ist es unbedingt erforderlich, so schnell wie möglich ärztliche Hilfe aufzusuchen und eine Magenspülung durchführen zu lassen. Andernfalls kann der Tod bereits innerhalb von wenigen Minuten nach der Aufnahme des giftigen Pflanzenteils eintreten. Die Vergiftung verursacht eine Verlangsamung der Herztätigkeit bis zu dem Punkt, dass sie einen Herzstillstand verursachen kann.

Eibe und ihr Anbau

Die Japanische Eibe ist ein dicht verzweigter Baum, der eine Höhe von etwa 10 m erreichen kann. Am besten gedeiht sie an einem sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten und Schatten. Sie gedeiht nicht in vernässten Böden und an zu windigen Standorten. Eiben sind anspruchslos in Bezug auf Nährstoffe. Wenn Sie sie in kalkhaltige Böden pflanzen, machen Sie alles richtig. Die Eibe ist das einzige Nadelgehölz, das ohne Schaden beschnitten werden kann; ein radikalerer Schnitt erfolgt am besten Ende Juni. Ein weiterer Vorteil ist, dass Eiben auch verschmutzte Stadtluft gut vertragen, weshalb sie häufig in Parks gepflanzt werden. Wenn Sie das nächste Mal dort spazieren gehen, klären Sie die Kinder auf, dass sie Eiben lieber meiden sollten und die roten „Beeren" keine Bonbons sind.

Abendländischer Lebensbaum

Der Abendländische Lebensbaum, besser bekannt als Thuja occidentalis, ist ein weiterer giftiger Baum, der sehr häufig in Gärten vorkommt. Im Gegensatz zur Eibe ist die Giftigkeit der Thuja nicht so bekannt und viele überrascht diese Information eher. Die Gifte sind in der gesamten Pflanze enthalten, die höchste Konzentration findet sich in den jungen Trieben und Nadeln. Thujen enthalten ätherische Öle des toxischen Thujons, Pinens, Tanacetons und anderer Substanzen. Die Toxizität wird hauptsächlich durch Thujon verursacht, das die Haut reizt und nach dem Verzehr von Teilen der Thuja Erbrechen, blutige Durchfälle und Nierenschäden verursacht. Bei schwangeren Frauen kann es infolge einer Hyperämie des kleinen Beckens sogar zu einer Fehlgeburt kommen. Die Vergiftung äußert sich durch Krämpfe, allgemeine Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit; bei starker Überdosierung und ohne ärztliche Hilfe kann es zum Tod kommen.

Lebensbaum und sein Anbau

Der Abendländische Lebensbaum ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von bis zu 20 m erreichen kann. Aufgrund seines kegelförmigen Wuchs wird er häufig als Hecke verwendet. Eine besondere Gefahr stellen vor allem die kleinen Zapfen dar, die an den Zweigenden wachsen und Kleinkinder zum Probieren verleiten. Thujen sind sehr widerstandsfähige Gehölze, die Sonne, Halbschatten und Schatten gut vertragen. Am besten gedeihen sie in feuchteren, lehmig-sandigen Böden. Sie vertragen auch kalkhaltige Böden gut. Das Wachstum der Thujen können Sie durch regelmäßige Düngung im Sommer fördern; ab Herbst sollten Sie die Thujen nicht mehr düngen, damit sie ruhen und sich gut auf den Winter vorbereiten können. Wenn Sie aus Thujen eine Hecke formen möchten, schneiden Sie sie einmal jährlich im Zeitraum von Mai bis Ende August. Im ersten und zweiten Jahr nach dem Anwurzeln werden nur die Spitzen geschnitten, ab dem dritten Jahr kann die Thuja auch seitlich geformt werden.

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