Apfelessig kann bei schlecht heilenden Wunden angewendet werden, da die Droge aus Apfelessig ausgeprägte entzündungshemmende Wirkungen hat.

Andorn – Heilkraut aus der Familie der Lippenblütler. Andorn in Kürze: Andorn – lateinischer Name - Marrubium vulgare. Wächst überwiegend in Büscheln bis zu einer Höhe von 30 bis 60 cm. Hat vierkantigen, hohle Stängel und gegenständige, filzige Blätter von eiförmiger Gestalt, mit gekerbtem Rand. Die Pflanze erinnert mit ihrem Duft an Apfel, aber Vorsicht – ihr Geschmack ist herb-bitter. Gerade dank des unverwechselbaren Duftes erhielt dieses Kraut den deutschen Namen Andorn (vom althochdeutschen "anter" für bitter). Bekannt sein kann es jedoch auch unter verschiedenen volkstümlichen Namen. In jedem Fall handelt es sich um ein sehr wirksames Kraut gegen Husten und Erkältung.

Anbau von Andorn

Der Andorn, lateinisch als Marrubium vulgare bezeichnet, gehört zu den mehrjährigen Pflanzen, die sehr helle und warme Standorte bevorzugen und denen auch trockenere Bedingungen nichts ausmachen. Von Vorteil beim Anbau ist ein leichter, eher durchlässiger Boden mit ausreichend Kalzium. Andorn mag keine sauren und zu feuchten Böden. Wenn wir diese Hauptbedingungen für den Anbau von Andorn einhalten, können wir ihn an einem Standort 5 bis 7 Jahre kultivieren. Andorn wird überwiegend aus Samen gezogen. Die geeignete Aussaatzeit ist im Frühjahr oder im Herbst - Anfang Oktober oder im Frühjahr. Die Samen säen wir in Reihen mit einem Abstand von 40 bis 50 cm etwa 5 cm, in eine Tiefe von 2 cm. Er keimt sehr langsam, daher ist es ratsam, sich bei der Aussaat mit reichlich Geduld zu wappnen. Im Frühjahr ist es besser, mit der Aussaat bis April zu warten, wenn noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Wenn wir die Samen des Andorns vor der Aussaat einweichen, beschleunigen wir damit deutlich seine Keimung.

Andorn können wir auch aus vorgezogenen Setzlingen kultivieren. Etwa 5 bis 10 cm hohe Setzlinge pflanzen wir an den Standort in einem Abstand von 40 bis 50 cm. Während der Vegetationsperiode ist mit etwa drei Hackdurchgängen zu rechnen. Wir ernten vor der Blüte. Für Heilzwecke ernten wir das Kraut zu Beginn der Blüte. Im ersten Anbaujahr führen wir die Ernte einmal durch. Das Kraut ist geeignet etwa 5 cm über dem Boden zu schneiden, in den folgenden Jahren zwei- bis dreimal, aber wir schneiden es höher, damit wir den verholzten Teil des Stängels nicht mittrocknen. Das geerntete Andornkraut trocknet man idealerweise an einem luftigen und schattigen Ort. Beim Trocknen mit künstlicher Wärme sollte die Temperatur 40 °C nicht überschreiten.

Heilwirkung von Andorn: Das Andornkraut hat einen bitteren Geschmack und wird bei Gallenblasenerkrankungen, bei Husten und Erkältungen, Asthma und Bronchialkatarrhen angewendet. Es beseitigt Krämpfe, wirkt gut bei Magengeschwüren, Darmentzündungen, Nieren- und Blasenentzündungen. In der Volksmedizin wird es zur Verbesserung des Appetits empfohlen und wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Mit Bädern aus Andorn-Absud werden Hautausschläge behandelt. Mit Tee aus Andorn werden Erkrankungen der Atemwege behandelt. Er hilft bei Gallenleiden – seine Bitterkeit fördert die Ausscheidung von Galle. Andorn wird als Mittel zur Behandlung von Appetitlosigkeit und zur Entspannung des Nervensystems aufgeführt. Andorn lässt sich jedoch auch äußerlich auf schlecht heilende Wunden anwenden, die Andorn-Droge hat nämlich ausgeprägte entzündungshemmende Wirkungen.

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