Brokkoli ist auf deutschen Beeten nicht so weit verbreitet. Dabei ist er eine unerschöpfliche Quelle an Vitaminen und gesundheitsfördernden Stoffen. Er schmeckt ausgezeichnet und bereits nach der ersten Ernte werden Sie mit dem Ertrag zufrieden sein.

Brokkoli im Gemüsebeet

Brokkoli (brassica oleracea) gehört zur Familie der Kreuzblütler. Gezüchtet wurde er wahrscheinlich im Mittelmeerraum, in Italien aus wild wachsendem Wildkohl. In der Form erinnert er an Blumenkohl, in der Farbe an Kohl, im Geschmack an Kohlrabi. Brokkoli überrascht Sie mit seinem zart süßlichen Geschmack, der sowohl roh als auch in der warmen Küche geeignet ist.

Optisch bildet Brokkoli feste Röschen auf einem Strunk von sattgrüner Farbe bis bläulich oder violett je nach Sorte.

Dieses Kohlgemüse sollte in keinem Gemüsegarten fehlen.

Anbau von Brokkoli

Brokkoli-Samen haben eine kugelförmige Form und sind dunkel gefärbt. Brokkoli im Gemüsebeet benötigt einen tiefen (gut umgegrabenen), nicht austrocknenden, humusreichen Boden mit Kalziumgehalt. Der pH-Wert sollte nicht höher als 6,5 sein.

Bewährt hat sich die Direktsaat Mitte April. Wir können Brokkoli aber bereits im März im Frühbeet oder Gewächshaus vorziehen. Ins Beet säen wir dann im Abstand von 50x50 cm. Immer mit Vlies abdecken.

Brokkoli hat zunächst Blätter, dann bilden sich Röschen. Wir ernten ca. 85 Tage nach der Aussaat.

Frühe Sorten (Aussaat März, April) entgehen den Kohlweißlingen. Nach alter Weisheit schrecken wir Kohlweißlinge ab, indem wir weiße Eierschalen auf das Beet streuen, die die Weißlings-Weibchen verwirren, dass das Beet bereits von anderen Weibchen besetzt ist.

Brokkoli können wir in Teilen ernten. Zuerst schneiden wir das Hauptröschen mit einem Teil des fleischigen Stängels in einer Länge von 15-20 cm ab und nach und nach wachsen bis zum Frost Röschen aus den Seitentrieben nach. Nach der ersten Ernte versucht die Pflanze zu verzweigen, durch Schnitt lassen wir 3 kräftigere Triebe stehen, so erhalten wir größere Röschen. Von 1m² ernten wir so ca. 3kg Röschen.

Für den Herbstanbau ist es geeigneter, Ende Juni auszusäen.

Besser als Blumenkohl verträgt er höhere Temperaturen im Sommer und niedrigere im Herbst. Die besten Ergebnisse liefert er an einem kühleren, feuchteren Standort. Wir sollten Brokkoli vor dem Einsetzen höherer Temperaturen ernten, damit er nicht in Blüte geht.

Brokkoli profitiert von regelmäßiger Bewässerung, feuchterem Klima, womit auch Luftfeuchtigkeit gemeint ist. Er wächst auch in höheren Lagen gut.

Er verträgt Frost bis -5°C und kann daher bis November geerntet werden.

Brokkoli sollten wir innerhalb von 3 Tagen nach der Ernte verzehren, sonst vergilbt er und verliert wichtige Nährstoffe.

Interessant ist z.B. die Sorte Nine Star, die weiße Röschen hat. Die verbreitetste und gut anbaubare Sorte ist Marathon F1.

Düngung

Brokkoli kumuliert Nitrate, daher sollten wir die empfohlenen Stickstoffmengen einhalten. Ökologisch können wir im Herbst Mist auf das Beet geben und kalken. Ansonsten empfohlene Industriedünger für Kohlgemüse verwenden. Brokkoli mag kein Chlor.

Vitamine für unterwegs

Brokkoli gehört zu den gesündesten Gemüsesorten und enthält mehr Vitamin C als beispielsweise Zitrusfrüchte, außerdem Provitamin A und E. Die Mineralstoffe Eisen, Kalzium und Magnesium. Brokkoli werden Sie schätzen, wenn Sie sich sowohl nach einer schönen Figur als auch nach gesunder Ernährung sehnen.

  • Magnesium ist gut für einen gesunden Stoffwechsel
  • Eisen für die Blutbildung
  • erhöht die Vitalität
  • ist für Diabetiker geeignet
  • enthält aktive Enzyme zur Unterdrückung von Karzinogenen
  • senkt das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall
  • enthält kein Fett
  • hoher Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Darmfunktion aus
  • wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten
  • gegen Stress
  • stimuliert den Stoffwechsel
  • schützt und regeneriert die Schleimhäute

Brokkoli ist sowohl für den direkten Verzehr als auch zum Einfrieren geeignet.

Am besten bereitet man Brokkoli gedämpft zu, fügt eventuell Butter für einen intensiveren Geschmack hinzu und serviert ihn als Beilage. Brokkoli kann natürlich auch überbacken werden (am besten ist überbackener Brokkoli mit Nudeln und Käse), in Nudelsalate, Risotto, Gemüsesalate gegeben werden, schmeckt auch roh, beliebt ist cremige Brokkolisuppe oder Gemüsebrühe, usw.

Brokkoli eignet sich für die erste Beikost für Babys. Wir kochen den Brokkoli und pürieren ihn.

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