Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Er ist das Symbol des Herbstes. Wir bauen ihn nicht nur für den Verzehr an, sondern auch wegen seiner dekorativen Eigenschaften.
Kürbis im Garten ist nicht nur eine Zierde
Gartenkürbis (lat. Cucurbita pepo), Riesenkürbis (lat. Cucurbita maxima) ist unter dem deutschen Namen Kürbis bekannt. Der Kürbis stammt aus Mittel- und Südamerika, von wo aus er sich weiter nach Asien ausbreitete und im 16. Jahrhundert nach Europa kam. Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt.
Kürbis gehört zur Familie der Kürbisgewächse, seine Arten reichen von klassischen essbaren orangefarbenen Kürbissen bis hin zu Zierkürbissen. Die Frucht dieser Pflanze ist eine Beere. Er wird also nicht nur für den Verzehr angebaut. Der Kürbis ist eine einjährige Pflanze, sein Stängel erreicht eine Länge von bis zu 10 m und blüht mit großen gelben Blüten. Die Früchte haben je nach Art unterschiedliche Formen und Farben - von runden orangefarbenen über gelbe flaschenförmige bis hin zu gestreiften oder gerippten.
Kürbisarten:
- Flaschenkürbisse
- Spaghettikürbis - 20-30 cm lange Kürbisse
- Ölkürbis - wird hauptsächlich für die Ernte der Kerne angebaut, die keine harte Schale haben
- Zierkürbis - Früchte haben die Form einer Dornenkrone
- Riesenkürbis - großfruchtige Kürbisse, orange, Hokkaido
- Gartenkürbis - dazu gehören Zucchini, die grün oder gelb sein können, und Patisson
- Moschuskürbis - hat zartes, fleischiges Fruchtfleisch, kleinere Früchte eignen sich auch für den direkten Verzehr, für Salate
- Zierkürbisse - bilden lange kriechende Ranken mit dekorativen Früchten - Kürbisse in Form von z.B. Lampions oder Turbanen - auch für den Anbau auf Balkonen geeignet
Kürbisanbau
Kürbisse benötigen mittelschweren, nährstoffreichen Boden. Interessant ist z.B. der Anbau von Kürbissen direkt auf Komposthaufen, womit wir den unansehnlichsten Teil des Gartens abdecken können. Wenn wir im Beet anbauen - arbeiten wir Stallmist oder Kompost ein. Kürbisse mögen feuchteren Boden, der auch an heißen Tagen nicht austrocknet. Sonnige Lage.
Kürbisse säen wir in der ersten Mai-Dekade direkt am Standort aus. Samen legen wir in vorbereitete Pflanzlöcher ca. 3-5 cm tief, je 1-2 Stück. Wir pflanzen in Anbetracht der Größe der Pflanzen in einem Abstand von ca. 140 x 50 cm. Sobald die Pflänzchen aufgegangen sind und bereits 2-3 Blätter haben, müssen sie noch auf ca. 140 x 100 cm vereinzelt werden. Wenn wir gerne Pflanzen vorziehen - können wir das ca. 2-3 Wochen im Voraus tun, lassen die Pflanze jedoch nicht zu sehr ausgeilen und verdünnen, und achten darauf, sie beim Umpflanzen nicht zu beschädigen. Kürbisse müssen nicht vorgezogen werden.
Kürbisse können wir mit Industriedünger nachdüngen - halten wir aber die Grundsätze gemäß Anleitung ein, damit wir den Nitratgehalt im Boden nicht überschreiten. Bewässerung führen wir an den Wurzeln durch, regelmäßig, am besten abends. Der Boden um die Kürbisse sollte während der Wachstumsperiode nicht austrocknen.
Kürbisse ernten wir vor den ersten Herbstfrösten, die sie beschädigen könnten. Der Vorteil von Kürbissen ist ihre lange Lagerfähigkeit. Wir können sie also mit schwarzem Vlies abdecken und auf dem Beet zu riesigen Größen heranwachsen lassen. Zierkürbisse lassen wir nach der Ernte in der Sonne nachtrocknen.
Gesundheitsfördernder Kürbis
Der Kürbis besteht zu 90% aus Wasser. Zur Zubereitung wird das Fruchtfleisch verarbeitet, das wir auslöffeln, oder wir können die Schale schälen (besser erst in Spalten schneiden, dann lässt sich auch die Schale leichter entfernen). Der Kürbis ist ein typischer Vertreter der Herbstküche. Sehr lecker ist die Kürbissuppe, die wir ähnlich wie andere Cremesuppen zubereiten, z.B. Erbsen- oder Brokkolisuppe, und zwar so, dass wir auf angebratene Zwiebeln die geschnittenen Stücke geben, diese weich kochen, mit Brühe, Salz, Pfeffer würzen, pürieren und falls Sie bisher noch keinen Geschmack an Kürbissuppe gefunden haben, versuchen Sie geriebenen oder Schmelzkäse oder Parmesan hinzuzufügen.
Hervorragend ist auch Kürbiskompott. Wir empfehlen, die geschnittenen Kürbisstücke in Wasser mit etwas Zitronensäure einzulegen, am besten über Nacht. Am nächsten Tag Zucker und Nelken hinzufügen und weich kochen. Wir können es sofort verzehren oder einkochen.
Kürbis enthält Kupfer, Magnesium, Kalzium, Eisen, Kalium, Phosphor, Zink und andere Mineralstoffe sowie ungesättigte Fettsäuren, Pantothensäure, Spurenelemente, Vitamine der B-Gruppe, Provitamin A - Carotine und Vitamin C. Für den menschlichen Organismus sind auch Ballaststoffe wichtig, die die Verdauung fördern, den Darm von Ablagerungen reinigen, harntreibend wirken und bei Nieren- und Prostataerkrankungen helfen, Fett im Blut senken, das Immunsystem stärken, sich positiv auf die Bauchspeicheldrüse auswirken, die Herztätigkeit unterstützen und die Körperzellen regenerieren.
Kürbiskerne sind eine begehrte Nahrungsergänzung, denn sie enthalten: ungesättigte Fettsäuren und Nukleinsäuren. Sie haben einen hohen Nährwert und enthalten viel Zink. Für die eigene Herstellung empfehlen wir Kerne von Ölkürbissen. Diese Kerne können wir separat verzehren oder z.B. in hausgemachtes Gebäck geben.
Kürbis ist auch das Symbol von Halloween, einem amerikanischen Feiertag, der auf unseren Allerseelen fällt. Ob Sie nun Anhänger dieses Feiertags sind oder nicht, ausgehöhlte Kürbisse mit einer angezündeten Kerze sind eine wunderschöne Herbstdekoration in unseren Gärten, schmücken den Hauseingang oder die Fensterbank. Bei dieser Tätigkeit können sich auch Kinder vergnügen und helfen Ihnen gerne bei der herbstlich etwas gruseligen Dekoration von Haus oder Garten.