Gartenbohnenkraut – im Volksmund auch Pfefferkraut, Saturei oder Kölle genannt. Dieses einjährige Kraut ist ein wirksames Heilmittel und Gewürz und sollte in keinem Kräutergarten fehlen.

Garten-Bohnenkraut

Garten-Bohnenkraut (lat. Satureia) ist eine etwa 30 cm hohe Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Dieses Kraut stammt aus dem Mittelmeerraum und wird volkstümlich auch Saturei oder Pfefferkraut genannt. Diese einjährige Heilpflanze ist ein wirksames Heilmittel und Gewürz und sollte in keinem Kräutergarten fehlen. Ihr Aussehen ist jedoch ungepflegt, fast unordentlich. Sie ist struppig, wild wachsend, mit kleinen, frischen grünen Blättchen. Garten-Bohnenkraut verströmt einen angenehm durchdringend aromatischen Duft. Der Stängel dieser Pflanze ist strauchartig verzweigt. Die Blätter sind schmal, lineal-lanzettlich, spitz mit reichlichen Drüsen. Die Blüten des Bohnenkrauts sind klein, weiß bis blassrosa oder violett und entspringen aus den Blattachseln. Garten-Bohnenkraut blüht von Juli bis September.

Anbau von Garten-Bohnenkraut

Garten-Bohnenkraut kultivieren wir in Kräutergärten, an Steingarten-Rändern, auf der Fensterbank in der Küche sowie im Blumenkasten vor dem Fenster. Es ist eine relativ widerstandsfähige Pflanze. Wir bauen sie als Gewürz und auch als Heilpflanze an. Garten-Bohnenkraut bevorzugt einen sonnigen Standort. Am besten gedeiht es in lehmig-sandigem, nährstoffreichem, humushaltigem Boden. Der Boden sollte locker und warm sein. Garten-Bohnenkraut kann selbstverständlich in jedem Boden angebaut werden. Zu schwere Böden mindern die Würzkraft der Pflanze. Sie können Garten-Bohnenkraut mit abgelagertem Stallmist düngen, aber auch mit industriellen Düngemitteln, die Phosphor und Kalium enthalten. Achten Sie beim Düngen darauf, dass Sie die Blätter des Krauts nicht mit Dünger übergießen.

Garten-Bohnenkraut ist eine Sommerpflanze und wird jedes Jahr ausgesät. Wir säen im Frühjahr direkt ins dafür vorgesehene Beet. Die Samen säen wir in Reihen mit einem Abstand von 15 cm. Die ausgesäten Samen decken wir nicht mit einer weiteren Erdschicht ab. Wir können sie nur leicht bestäuben. Wenn wir die Pflanzen im Frühbeet vorziehen möchten, säen wir bereits im April aus und pflanzen die Setzlinge danach um.

Garten-Bohnenkraut vermehrt sich durch Selbstaussaat. An dem Ort, an dem Sie es einmal aussäen, wird es jedes Jahr wieder erscheinen.

Beim Garten-Bohnenkraut ernten wir das Kraut. Im Sommer verwenden wir das Kraut in frischem Zustand. Wir schneiden das Bohnenkraut, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen. Die so geschnittenen Stängel binden wir zu Büscheln zusammen und trocknen sie an einem luftigen Ort, am besten hängend. Getrocknetes Garten-Bohnenkraut bewahren wir in Papiertüten auf.

Verwendung von Bohnenkraut in der Küche

Bohnenkraut verwenden wir in der Küche bzw. in Rezepten als Gewürz für Soßen. Auch in Hülsenfrüchtegerichten, wo es gleichzeitig gegen Blähungen wirkt. Wir verwenden die stark würzigen Triebe zusammen mit den Blüten. Es eignet sich hervorragend bei der Zubereitung und beim Einlegen von Wild. Wir können es auch beim Einlegen von Gurken verwenden. Es ist unverzichtbar bei der Herstellung von Wurstwaren und hausgemachten Würsten. Es wird zu Hackfleisch, Eierspeisen und zu gedünstetem Gemüse hinzugefügt. Sie können es auch bei der Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten verwenden. Mit dem Gewürz sollten Sie jedoch vorsichtig umgehen, Bohnenkraut ist ein Kraut, mit dem man sparsam umgehen muss. Wenn Sie zu viel davon nehmen, hat es einen stark scharfen Geschmack, mit dem Sie das Gericht überwürzen. Bohnenkraut können Sie bei der Herstellung von aromatisierten Ölen und Essigen verwenden. Am meisten wird Bohnenkraut in der Balkanküche verwendet. Geschmacklich ist es dem Oregano ähnlich, oft begegnen wir ihm in der sogenannten provenzalischen Gewürzmischung.

In der Heilkunde dient das Kraut zur Zubereitung eines Suds gegen Wassersucht. Es wird auch Bädern zugesetzt. Aus dem Sud von Bohnenkraut können Sie sich ein erfrischendes Gesichtswasser zubereiten. Der Sud ist empfehlenswert bei Verdauungsbeschwerden. Im alten Rom galt es als Aphrodisiakum.

Autorin: Hana Michalíková

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