Anbau von Schwarzem Holunder - nährstoffreicher neutraler Boden, besonders Halbschatten, reichliche Bewässerung
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine äußerst dankbare und robuste Pflanze, die in europäischen Gärten seit Jahrhunderten kultiviert wird. Mit der richtigen Pflege belohnt sie Sie mit reicher Ernte von Blüten und Beeren, die vielseitig in der Küche und Naturheilkunde verwendet werden können.
Idealer Standort für Schwarzen Holunder
Der Holunder bevorzugt Halbschatten, gedeiht aber auch in vollsonnigen Lagen. Der ideale Standort bietet:
- Schutz vor starker Mittagssonne, besonders in heißen Regionen
- Mindestens 4-6 Stunden Sonnenlicht täglich
- Windgeschützte Lage für bessere Blüten- und Fruchtentwicklung
- Ausreichend Platz - der Strauch kann 3-5 Meter hoch werden
Bodenanforderungen und Substrat
Der Schwarze Holunder benötigt einen nährstoffreichen neutralen Boden mit folgenden Eigenschaften:
- pH-Wert: 6,0-7,5 (neutral bis leicht alkalisch)
- Struktur: Tiefgründig, locker und gut durchlässig
- Nährstoffgehalt: Hoch, besonders an organischer Substanz
- Feuchtigkeit: Gleichmäßig feucht, aber keine Staunässe
Für die Pflanzung empfiehlt sich eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und gut verrottetem Mist. Bei lehmigen Böden Sand zur Verbesserung der Drainage beimischen.
Bewässerung - reichlich und regelmäßig
Eine reichliche Bewässerung ist für gesundes Wachstum und reiche Ernte entscheidend:
- Jungpflanzen in den ersten zwei Jahren regelmäßig gießen
- Während Trockenperioden wöchentlich 20-30 Liter Wasser pro Pflanze
- Besonders wichtig während Blüte und Fruchtbildung (Mai-August)
- Morgens gießen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen
- Mulchen mit Rindenmulch oder Kompost hält Feuchtigkeit im Boden
Pflanzung und Düngung
Die beste Pflanzzeit ist Herbst oder Frühjahr. Bei der Pflanzung das Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen ausheben und mit nährstoffreicher Erde füllen.
Düngung:
- Im Frühjahr (März-April) mit Kompost oder organischem Dünger
- Zusätzlich im Juni mit Brennnesseljauche oder Hornspänen
- Überdüngung vermeiden - zu viel Stickstoff fördert Blätter statt Blüten
Schnitt und Pflege
Regelmäßiger Schnitt fördert Blütenbildung und hält den Strauch kompakt:
- Auslichtungsschnitt im Spätwinter (Februar-März)
- Alte, verholzte Triebe bodennah entfernen
- Schwache und kreuzende Äste ausschneiden
- Junge, kräftige Triebe belassen - sie tragen die meisten Blüten
Ernte und Verwendung
Die Holunderblüten ernten Sie im Mai-Juni an trockenen, sonnigen Tagen. Die schwarzen Beeren reifen ab August-September und sollten vollreif geerntet werden.
Mit der richtigen Pflege - nährstoffreichem Substrat, ausreichend Halbschatten und reichlicher Bewässerung - werden Sie jahrelang Freude an Ihrem Schwarzen Holunder haben und können seine wertvollen Früchte und Blüten genießen.
SCHWARZER HOLUNDER
Schwarzer Holunder ist ein bis zu 10 m hoher Strauch mit hellbrauner Rinde und einer üppigen Blütentraube von rot-violetter Farbe. Dem Holunder behagen Laubwälder und Auwälder, Waldränder und Schuttplätze, Zaunmauern. Er wächst sehr schnell.
Der wichtigste Wirkstoff ist von heller Farbe und sehr angenehm duftend - die Holunderblüten-Droge. Holunder enthält auch Vitamin C und ist gut bei Erkältungen. Er hat ausgezeichnete therapeutische Eigenschaften, insbesondere beruhigende und reinigende, vor allem bei Erkrankungen des Darms und der Harnblase. Auch bei Entzündungen der oberen Atemwege. Ein altes Volksspruch besagt: Vor der Kamille knie nieder, vor dem Holunder aber leg dich hin!
Holunderblütentee hat leicht abführende Wirkungen.