Anbau von Schafgarbe - nährstoffarmes Substrat, sonniger Standort oder Halbschatten, wenig Gießen

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine außergewöhnlich anspruchslose Staude, die sich perfekt für natürliche Gärten eignet. Ihr größter Vorteil ist die Genügsamkeit - sie gedeiht auch unter Bedingungen, die für andere Pflanzen zu hart wären.

Ideales Substrat für Schafgarbe

Die Schafgarbe bevorzugt nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Böden. In zu fetter Erde neigt sie zum übermäßigen Wachstum auf Kosten der Blüte. Das ideale Substrat ist:

  • Durchlässig und gut drainiert
  • Sandig-lehmig oder steinig
  • Mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert (6,5-7,5)
  • Ohne übermäßige Düngung

Lichtansprüche und Standort

Die Schafgarbe ist in Bezug auf Licht sehr anpassungsfähig. Am besten gedeiht sie an einem vollsonnigen Standort, wo sie am reichsten blüht. Sie toleriert aber auch Halbschatten, wobei die Blüte weniger üppig ausfallen kann. Die Pflanze eignet sich für:

  • Steingärten
  • Natürliche Wiesen
  • Sonnige Rabatten
  • Trockene Böschungen

Gießen - weniger ist mehr

Die Schafgarbe ist ausgesprochen trockenresistent und benötigt nur minimales Gießen. Nach dem Anwachsen kommt sie mit natürlichen Niederschlägen aus. Gießen Sie nur:

  • Bei extremer Trockenheit und Hitze
  • Bei frisch gepflanzten Exemplaren in den ersten Wochen
  • Topfpflanzen in langen Trockenperioden

Staunässe ist der größte Feind der Schafgarbe - sie führt zu Wurzelfäule und Pilzkrankheiten.

Pflege und weitere Tipps

Die Schafgarbe ist eine pflegeleichte Pflanze, die praktisch keine besondere Aufmerksamkeit erfordert. Es genügt:

  • Verblühte Blütenstände abzuschneiden für eine längere Blütezeit
  • Im Frühjahr alte Triebe zurückzuschneiden
  • Die Pflanze alle 3-4 Jahre zu teilen zur Verjüngung
  • Keine Düngung - die Pflanze braucht sie nicht

Die Schafgarbe ist winterhart und benötigt keinen Winterschutz. Sie ist eine ideale Wahl für natürliche Gärten, Trockenbiotope und alle, die eine anspruchslose Blühpflanze mit heilenden Eigenschaften suchen.

SCHAFGARBE

Schafgarbe, im Volksmund auch Gänseschwanz genannt. Verwendet werden die Blüten und das Kraut der Pflanze. Sie enthält eine hohe Menge an wirksamen ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen und Kalium. Schafgarbe löst Krämpfe besonders im Unterbauch, wirkt positiv bei Magenübelkeit. Der Tee wirkt entwässernd und beugt Schwellungen vor, wird besonders bei Gicht eingesetzt. Schafgarbentee fördert auch die Durchblutung. Ein Bad hilft bei Hämorrhoiden, löst Krämpfe und lindert Schmerzen bei Rheuma. Bei manchen Menschen kommt es bei Kontakt von Schafgarbe mit der Haut zu einer allergischen Reaktion, bei langfristiger Anwendung kann Schafgarbe toxisch sein.

  • Tee: 1 Teelöffel Schafgarbe mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Nicht mehr als 2 Tassen täglich trinken, nicht länger als 6 Wochen am Stück. Tee mit 2 Teilen Schafgarbe und 1 Teil Weißdorn hilft bei besserer Durchblutung und erhöhter Konzentration.

  • Bad: Zwei Handvoll Kraut mit 1 Liter heißem Wasser übergießen und die Mischung mehrere Stunden stehen lassen. Den Sud dann abseihen und ins Badewasser geben. Das Bad dauert etwa 10 Minuten.
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