Anbau von Bergsteinkraut - saures steiniges Substrat, sonniger Standort, mäßiges Gießen
Das Bergsteinkraut (Alyssum montanum) ist eine anspruchslose mehrjährige Pflanze, die sich perfekt für Steingärten, Trockenmauern und sonnige Rabatten eignet. Mit ihren leuchtend gelben Blüten und dem kompakten Wuchs bringt sie Farbe in jeden Garten.
Optimale Standortbedingungen
Das Bergsteinkraut bevorzugt einen sonnigen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung für mindestens 6 Stunden täglich. Die Pflanze gedeiht am besten in:
- Gut durchlässigem, steinigem Substrat
- Saurem bis neutralem Boden mit pH-Wert 5,5-7,0
- Nährstoffarmen Böden mit guter Drainage
- Trockenen bis mäßig feuchten Bedingungen
Vorbereitung des Substrats
Für optimales Wachstum empfiehlt sich eine Mischung aus:
- Gartenerde oder Kompost (40%)
- Grobem Sand oder Kies (40%)
- Kleinen Steinen für zusätzliche Drainage (20%)
Bei schweren Lehmböden ist es wichtig, die Drainage durch Zugabe von Sand und Kies zu verbessern. Das Bergsteinkraut verträgt keine Staunässe.
Bewässerung und Pflege
Das Bergsteinkraut ist äußerst trockenheitsresistent und benötigt nur mäßige Bewässerung:
- Nach der Pflanzung regelmäßig gießen, bis die Pflanze angewachsen ist
- Etablierte Pflanzen nur bei längerer Trockenheit wässern
- Wasser direkt an die Wurzeln geben, Nässe auf den Blättern vermeiden
- Im Winter praktisch keine Bewässerung erforderlich
Düngung
Das Bergsteinkraut kommt mit wenig Nährstoffen aus. Eine Düngung ist meist nicht notwendig, kann aber das Wachstum fördern:
- Im Frühjahr eine leichte Gabe organischen Düngers
- Alternativ einmal jährlich reifen Kompost einarbeiten
- Überdüngung vermeiden - dies führt zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Blüten
Schnitt und Vermehrung
Nach der Hauptblüte im Frühling empfiehlt sich ein leichter Rückschnitt:
- Verwelkte Blütenstände entfernen
- Pflanze um etwa ein Drittel zurückschneiden für kompakten Wuchs
- Dies fördert eine zweite Blüte im Spätsommer
Die Vermehrung erfolgt durch:
- Aussaat im Frühjahr oder Herbst
- Teilung etablierter Pflanzen im Frühjahr
- Stecklinge im Sommer
Winterhärte
Das Bergsteinkraut ist in Mitteleuropa vollständig winterhart und benötigt keinen besonderen Winterschutz. Bei sehr strengen Wintern in exponierten Lagen kann eine leichte Abdeckung mit Reisig sinnvoll sein.
Häufige Probleme und Lösungen
Bei falscher Pflege können folgende Probleme auftreten:
- Wurzelfäule: Verursacht durch Staunässe - Drainage verbessern
- Schwaches Wachstum: Zu wenig Sonne oder zu nährstoffreicher Boden
- Wenige Blüten: Überdüngung oder zu schattiger Standort
Mit der richtigen Pflege ist das Bergsteinkraut eine pflegeleichte und langlebige Bereicherung für jeden sonnigen Garten.
Arnika oder auch volkstümlich Bergwohlverleih, Johannisblume oder Wundkraut genannt.
Verwendet werden die gelben Blüten und die Wurzel der Arnika. Die getrockneten Blüten enthalten als wirksame Substanzen vor allem Bitterstoffe wie Sesquiterpenlaktone, Flavonoide oder ätherische Öle.
Die ätherischen Öle der Arnika wirken desinfizierend, hemmen Entzündungen und fördern die Wundheilung. Flavonoide stärken das Herz-Kreislauf-System, besonders bei älteren Menschen.
Arnika wird vor allem äußerlich angewendet, als Tinktur oder Umschlag lindert sie Schmerzen und entspannt die Muskulatur. Sie wirkt auch entzündungshemmend bei Entzündungen in der Mundhöhle und im Rachen, die Tinktur wird gegurgelt.
- Gurgellösung: Einen Teelöffel Arnika mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Min. ziehen lassen. 2x täglich gurgeln, bis die Entzündung abklingt.
- Tinktur: 50g Arnikablüten mit 1/4 Liter reinem Alkohol übergießen. 10 Tage an einem dunklen Ort stehen lassen. Abseihen und die Blüten gut auspressen. Einen Teelöffel Tinktur mit 1/4 l Wasser mischen. Mull damit tränken und 3-5x täglich für 10 Min. auf Prellungen auflegen.
Arnika enthält eine große Menge wirksamer Substanzen, die bei innerer Anwendung toxisch sind. Wir verwenden sie daher ausschließlich äußerlich!