Malven anbauen - gewöhnliches Substrat, sonniger Standort, wenig Gießen und Wärme
Malven (Malva) sind robuste und anspruchslose Zierpflanzen, die sich sowohl für den Garten als auch für die Topfkultur eignen. Mit ihrer langen Blütezeit und den dekorativen Blüten sind sie eine Bereicherung für jeden Außenbereich. Der Anbau von Malven ist einfach und auch für Anfänger gut geeignet.
Substrat und Boden für Malven
Malven sind bei der Wahl des Substrats sehr genügsam. Sie gedeihen in gewöhnlicher Gartenerde oder in handelsüblicher Blumenerde. Wichtig ist vor allem eine gute Durchlässigkeit des Substrats, damit keine Staunässe entsteht. Der Boden sollte mäßig nährstoffreich sein - zu viel Dünger führt zu vermehrtem Blattwachstum auf Kosten der Blütenbildung.
Für die Topfkultur empfiehlt sich eine Mischung aus:
- Universalerde oder Gartenerde
- Sand oder Perlite für bessere Drainage
- Optional etwas Kompost für zusätzliche Nährstoffe
Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, also im leicht sauren bis neutralen Bereich.
Sonniger Standort für optimales Wachstum
Malven sind ausgesprochene Sonnenliebhaber. Für eine reiche Blüte benötigen sie mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag. Je mehr Sonne, desto besser entwickeln sich die Pflanzen und desto üppiger fällt die Blüte aus.
Der ideale Standort bietet:
- Volle Sonne oder maximal Halbschatten
- Schutz vor starkem Wind (besonders bei hochwachsenden Sorten)
- Ausreichend Platz für die Entwicklung
- Gute Luftzirkulation zur Vorbeugung von Pilzkrankheiten
Im Halbschatten wachsen Malven zwar auch, blühen aber deutlich weniger intensiv. Vollschatten ist für diese Pflanzen nicht geeignet.
Bewässerung - weniger ist mehr
Malven sind relativ trockenheitsverträglich und benötigen nur mäßige Wassergaben. Zu viel Feuchtigkeit schadet den Pflanzen mehr als gelegentliche Trockenheit. Die Pflanzen haben tiefe Wurzeln, mit denen sie auch Wasser aus tieferen Bodenschichten erreichen können.
Gießempfehlungen:
- Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist
- In heißen Sommermonaten 1-2 Mal pro Woche
- Lieber seltener und durchdringend als häufig und oberflächlich
- Vermeiden Sie Staunässe unbedingt
- Gießen Sie möglichst am Morgen und direkt auf den Boden, nicht auf die Blätter
Im Topf trocknet das Substrat schneller aus, daher müssen Kübelpflanzen häufiger gegossen werden als Freilandpflanzen.
Wärme und Temperaturansprüche
Malven bevorzugen warme Standorte und gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 18 und 25°C. Sie vertragen auch höhere Temperaturen gut, solange ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Temperaturhinweise:
- Optimale Wachstumstemperatur: 18-25°C
- Viele Arten sind winterhart und überstehen Frost bis -15°C
- Junge Pflanzen sind frostempfindlicher
- Aussaat und Pflanzung nach den letzten Frösten
- In kalten Regionen Mulchschicht zum Winterschutz
Pflege während der Wachstumsperiode
Die laufende Pflege von Malven ist minimal:
- Düngung: Einmal im Frühjahr mit Kompost oder einem organischen Dünger, während der Blütezeit alle 4 Wochen leicht nachdüngen
- Ausputzen: Verblühte Blüten regelmäßig entfernen für längere Blühdauer
- Stützen: Hochwachsende Sorten bei Bedarf anbinden
- Schnitt: Nach der Blüte zurückschneiden fördert Verzweigung
Häufige Probleme und deren Vorbeugung
Malven sind grundsätzlich robust, können aber von einigen Problemen betroffen sein:
- Malvenrost: Pilzkrankheit mit orangefarbenen Flecken - Vorbeugung durch gute Luftzirkulation und Vermeidung von Blattnässe
- Blattläuse: Besonders an jungen Trieben - bei Befall mit Wasserstrahl abspritzen oder Neemöl verwenden
- Staunässe: Führt zu Wurzelfäule - durchlässiges Substrat verwenden
Fazit
Malven sind pflegeleichte und dankbare Gartenpflanzen. Mit einem sonnigen Standort, durchlässigem Substrat, moderater Bewässerung und ausreichend Wärme entwickeln sie sich prächtig und erfreuen über Monate mit ihrer Blütenpracht. Ihre Anspruchslosigkeit macht sie ideal für Einsteiger und für alle, die schöne Pflanzen ohne großen Pflegeaufwand suchen.
Ein weiterer Name für Eibisch ist auch Althaea oder Ibisch.
Verwendet werden vor allem die Wurzeln, Blüten und Blätter. Die Wurzel enthält große Mengen an Schleimstoffen, die Blätter und Blüten vor allem ätherische Öle.
Die Schleimstoffe lindern Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege, des Magens und des Darms. Sie erweichen auch verhärtetes Bindegewebe der Haut.
Tee aus Eibischwurzel wird bei Magen- und Darmproblemen empfohlen. Das Gurgeln mit diesem Tee hilft bei Entzündungen im Rachen und in der Mundhöhle. Tee aus Blättern und Blüten lindert vor allem chronischen Husten.
- Tee: 1 Teelöffel zerkleinerte getrocknete Eibischwurzeln mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen. Unter gelegentlichem Umrühren 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. Danach den Tee auf Trinktemperatur erwärmen. Kann auch zum Gurgeln verwendet werden.
Bei Reizhusten und chronischer Bronchitis bei Kindern bereiten wir den Eibischtee mit doppelter Konzentration zu. Danach jeweils einen Teelöffel in einen Zuckerwürfel einziehen lassen. Es können maximal 5 Würfel pro Tag verabreicht werden. Der Tee darf maximal 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.