Zwiebel­gemüse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt – Knoblauch und Zwiebel werden seit mehr als 5 000 Jahren angebaut. Im tschechischen Garten sind sie absolut unverzichtbar: Knoblauch vertreibt auf natürliche Weise Schädlinge, Zwiebel bildet die Grundlage unzähliger Gerichte, Lauch br...

Kurz gesagt: Knoblauch wird im Oktober–November 5–8 cm tief gesteckt, Steckzwiebeln und Schalotten im März–April 2–3 cm tief mit sichtbarer Spitze. Lauch wird vorgezogen und im Mai in 12–15 cm tiefe Löcher gesetzt. Alle Arten brauchen lockeren Boden mit pH 6,0–7,0, volle Sonne, keinen frischen Mist und 4–5 Jahre Anbaupause.

Knoblauch pflanzenOktober–November, 5–8 cm tief
SteckzwiebelnMärz–April, 2–3 cm tief, 8–10 cm Abstand
Lauch auspflanzenMai–Juni, Pflanzlöcher 12–15 cm tief
Boden-pH6,0–7,0
Fruchtfolgefrühestens nach 4–5 Jahren
Knoblauch lagernbei 10–15 °C oder 0–4 °C, nicht bei 5–10 °C

Zwiebel­gemüse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt – Knoblauch und Zwiebel werden seit mehr als 5 000 Jahren angebaut. Im tschechischen Garten sind sie absolut unverzichtbar: Knoblauch vertreibt auf natürliche Weise Schädlinge, Zwiebel bildet die Grundlage unzähliger Gerichte, Lauch bringt feinen Geschmack in die Herbst- und Winterküche und Schalotten ersetzen mit ihrer Süße und Komplexität die Zwiebel überall dort, wo es auf jedes Detail ankommt. Alle Arten teilen ähnliche grundlegende Anforderungen – lockeren, durchlässigen Boden, volles Sonnenlicht und Zurückhaltung bei der Stickstoffdüngung. Dieser Leitfaden führt Sie von der Auswahl des Saatguts über die tägliche Pflege bis zur Lagerung der Ernte.


Übersichts­tabelle – schneller Überblick

Gemüse Pflanzung/Aussaat Abstände Tiefe Ernte Lagerung
Knoblauch Hartsorte Oktober–November (Herbst) 10–12 cm / 25–30 cm 5–8 cm Juni–Juli 6–10 Monate (trocken, luftig)
Knoblauch Weichsorte Oktober oder März 8–10 cm / 20–25 cm 5 cm Juni–Juli 4–6 Monate
Zwiebel aus Steckzwiebeln März–April 8–10 cm / 25–30 cm 2–3 cm (Spitze sichtbar) Juli–August 3–6 Monate
Zwiebel aus Samen Vorkultivierung Februar, Freiland April 10–12 cm / 25–30 cm 1 cm August–September 4–8 Monate
Lauch Vorkultivierung Februar–März, Freiland Mai 10–15 cm / 30–40 cm In die Furche 12–15 cm September–März Frosthart, auf dem Beet
Schalotten März–April (oder Oktober) 15–20 cm / 25–30 cm 2–3 cm (Spitze sichtbar) Juli–August 6–12 Monate

1. Knoblauch (Allium sativum)

Knoblauch ist im tschechischen Garten unverzichtbar – er vertreibt auf natürliche Weise Blattläuse und andere Schädlinge, und sein Aroma ist in der Küche unersetzlich. Die richtige Sortenwahl und die Einhaltung des Pflanzungstermins entscheiden über Größe und Qualität der resultierenden Knollen.

Hartsorte vs. Weichsorte

Eigenschaft Hartsorte (hardneck) Weichsorte (softneck)
Blütenschäfte (Scapes) Ja – fester Schaft mit Blütenstand Nein – weiches Blatt
Anzahl der Zehen 4–10, groß, regelmäßig 10–20, kleiner, unregelmäßig
Geschmack Ausgeprägter, aromatischer Feiner
Lagerung 6–10 Monate 8–12 Monate
Frosthart Ausgezeichnet (geeignet für die ČR) Gut
Blütenschäfte in der Küche Essbar – gegrillt, gebraten, im Pesto –
Sorten Bjetin, Sprint, Music, German Extra Hardy Flavor, Provence, Thermidrome

Für tschechische Bedingungen ist die Hartsorte ideal – sie übersteht den Winter zuverlässig, ergibt große regelmäßige Zehen und die Blütenschäfte sind eine Bonus­delikatesse, die man nicht übersehen sollte.

Pflanzung

Herbst­pflanzung (empfohlen):
Der ideale Zeitraum ist Oktober–November, etwa 4–6 Wochen vor dem ersten Dauerfrost. Knoblauch benötigt eine Kälteperiode – sogenannte Vernalisierung – als Signal für die Bildung einer vollwertigen Knolle. Überspringen Sie diesen Schritt, werden Sie im Sommer eher einen Haufen nicht getrennter Zehen als eine kompakte Knolle ernten.

  1. Saatgutauswahl: Besorgen Sie sich ausschließlich Knoblauch zum Anpflanzen – Sorten aus dem Supermarkt werden oft mit Mitteln behandelt, die das Treiben verhindern, stammen aus anderen Klimazonen und können Krankheiten übertragen. Saatgut von bewährten Lieferanten garantiert gesunde, vitale Pflanzen.
  2. Zehenvorbereitung: Trennen Sie die Knolle in einzelne Zehen unmittelbar vor der Pflanzung. Verwenden Sie nur große, feste äußere Zehen – kleine Zehen aus der Mitte der Knolle gehören eher in die Küche.
  3. Tiefe: 5–8 cm, mit der Spitze nach oben, mit der Basis nach unten. In kälteren Lagen pflanzen Sie zum unteren Grenzwert (8 cm), größere Tiefe schützt besser vor Frost.
  4. Abstände: 10–12 cm in der Reihe, 25–30 cm zwischen den Reihen.
  5. Mulchen: Bedecken Sie das Beet mit einer Schicht Stroh oder trockenen Blättern (5–10 cm). Die Mulchschicht schützt die Zehen vor strengem Frost und unterdrückt im Frühjahr Unkräuter, bevor sie auflaufen.

Frühjahrs­pflanzung:
Möglich bei Weichsorten und toleranteren Hartsorten, aber ohne Vernalisierung sind die Knollen deutlich kleiner. Pflanzen Sie so früh wie möglich im März, sobald der Boden bearbeitbar ist.

Pflege

  • Bewässerung: Regelmäßig von April bis Juni, besonders im trockenen Frühjahr. Ab der Wende Juni/Juli reduzieren Sie die Bewässerung schrittweise – Knoblauch benötigt trockenere Bedingungen zum Aushärten und zur Verfestigung der Knollenschale.
  • Düngung: Knoblauch verträgt keinen frischen Mist und auch keinen übermäßigen Stickstoff – das Ergebnis sind weiche Gewebe und schlecht lagerfähige Knollen. Arbeiten Sie im Herbst verrotteten Kompost ein, düngen Sie im Frühjahr mit Phosphor und Kalium für feste, langlebige Knollen.
  • Blütenschäfte: Bei Hartsorten brechen Sie den Blütenschaft im Mai–Juni ab, sobald er sich zu einer Spirale zu krümmen beginnt. Die Pflanze lenkt damit Energie von der Samenbildung auf die Knollenbildung um – der Unterschied in der Masse kann 20–30 % betragen. Werfen Sie die Schäfte nicht weg – sie sind gegrillt, in Butter gedünstet oder zu Pesto verarbeitet ausgezeichnet.
  • Unkraut­jäten: Knoblauch verträgt Konkurrenz durch Unkräuter in frühen Entwicklungsstadien schlecht. Mulch reduziert die Häufigkeit des Jätens deutlich.

Krankheiten und Schädlinge

  • Knoblauch­rost: Orangebraune Pusteln auf Blättern reduzieren die Photosynthesefläche und verschlechtern die Reifung. Beachten Sie ausreichende Abstände, gießen Sie nicht über die Blätter. Stark befallene Blätter entfernen und zerstören – nicht kompostieren.
  • Fusarium­fäulen: Äußern sich durch Erweichung und Bräunung der Stängelbasis und Knolle. Wesentliche Vorbeugung ist gesundes Saatgut, strikte Fruchtfolge (mindestens 4–5 Jahre Pause) und durchlässiges Substrat, das keine Staunässe verursacht.
  • Lauch­blattufer: Die Larven fressen Gänge in Blättern und Stielen. Ein feines Vlies über dem Beet nach der Pflanzung bietet einen wirksamen physischen Schutz.
  • Zwiebel­fliege: Befallene Knollen sind geschwollen und verformt. Der einzige zuverlässige Schutz ist zertifiziertes, gesundes Saatgut und strikte Fruchtfolge.

Ernte und Trocknung

Ernte­zeitpunkt:
- Hartsorte: Juni–Juli, sobald das untere Drittel bis zur Hälfte des Laubes vertrocknet ist, während oben noch 5–6 grüne Blätter verbleiben.
- Weichsorte: sobald sich das Laub zu beugen und zu lagern beginnt.
- Warten Sie nicht auf vollständiges Austrocknen des gesamten Laubes – in diesem Fall platzen die Hüllschuppen und die Knolle zerfällt in der Erde, wobei die Lagerfähigkeit deutlich sinkt.

Ernte­ablauf:
1. Die Knollen vorsichtig mit dem Spaten unterheben – niemals direkt am Laub ziehen, es reißt leicht von der Knolle ab.
2. Lassen Sie die Knollen 2–3 Tage auf dem Beet trocknen (nur bei trockenem Wetter) oder bringen Sie sie unter ein Dach.

Trocknung (Aushärtung):
1. Hängen Sie Knoblauchbündel auf oder legen Sie sie auf belüftete Roste in einem trockenen, schattigen Raum mit guter Luftzirkulation.
2. Trocknen Sie 4–6 Wochen – die Schalen müssen papierartig sein und die Wurzeln hart und trocken.
3. Schneiden Sie die Wurzeln ab und lassen Sie 3–5 cm Laub stehen, oder binden Sie Weichsorten zu traditionellen Zöpfen.

Lagerung: Trockener, luftiger Raum mit einer Temperatur von 10–15 °C oder 0–4 °C. Vermeiden Sie den Temperaturbereich 5–10 °C – in diesem Bereich keimt Knoblauch aktiv und verschlechtert sich schnell. Hartsorte hält 6–10 Monate, Weichsorte 8–12 Monate.


2. Zwiebel (Allium cepa)

Zwiebel ist das vielseitigste Gemüse auf Beeten und in der Küche. Im Garten kann es auf drei Arten angebaut werden – aus Steckzwiebeln, aus Samen oder aus Setzlingen (vorgezogenen Jungpflanzen). Jeder Ansatz hat unterschiedliche Anforderungen und Vorteile.

Anbau­methoden

Methode Vorteile Nachteile Ernte
Aus Steckzwiebeln Schnellste, zuverlässigste Kleinere Sortenauswahl, höhere Saatgutkosten Juli–August
Aus Samen (Direktaussaat) Billigste, maximale Sortenvielfalt Langsamer, Ausdünnen erforderlich August–September
Aus Setzlingen Große Zwiebeln, zuverlässige Reifung Erfordert Vorkultivierung August–September

Anbau aus Steckzwiebeln

Steckzwiebeln sind kleine Zwiebeln mit einem Durchmesser von 1–2 cm, die Sie im Frühjahr pflanzen und aus denen im Sommer erntefähige Zwiebeln wachsen. Es ist die unkomplizierteste Methode.

  1. Wann: März–April, sobald der Boden bearbeitbar ist. Steckzwiebeln überstehen leichte Fröste bis -5 °C problemlos.
  2. Wie: Pflanzen Sie mit der Spitze nach oben so, dass die Spitze leicht über der Bodenoberfläche sichtbar ist. Tiefe: 2–3 cm. Zu tiefe Pflanzung verlangsamt die Entwicklung und erhöht das Risiko von Fäulen.
  3. Abstände: 8–10 cm in der Reihe, 25–30 cm zwischen den Reihen.
  4. Bewährte Steckzwiebel­sorten: Stuttgarter Riesen (gelb, zuverlässig und ausgezeichnet lagerfähig), Centurion F1 (gelb, schossbeständig), Red Baron (rot, ausgeprägter Geschmack).

Anbau aus Samen

  1. Vorkultivierung: Aussaat im Februar in Schalen bei warmem Klima (15–20 °C). Pikieren Sie in Büschel zu 3–5 Pflanzen – zusammengesäte Pflanzen unterstützen sich gegenseitig und halten aufrechter.
  2. Freilandpflanzung: April nach schrittweiser Abhärtung. Abstände 10–12 cm.
  3. Direktaussaat: Ab März aufs Beet, Tiefe 1 cm. Nach dem Aufgang auf 10 cm zwischen den Pflanzen ausdünnen – die Ausdünnungen können als Frühjahrs­zwiebel in die Suppe.
  4. Geeignete Sorten: Vštar, Maja, Exhibition (extrem große Zwiebeln für Ausstellungszwecke), Rijnsburger (ausgezeichnete Lagerfähigkeit), Red Karmen (rot, feiner Geschmack).

Pflege

  • Bewässerung: Regelmäßig und reichlich in der ersten Vegetationshälfte (April–Juni). Im Juli beenden Sie die Bewässerung ganz – Zwiebeln müssen reifen, Schalen aushärten und der Hals austrocknen. Späte Bewässerung verlängert die Vegetation und verkürzt die Haltbarkeit.
  • Düngung: Frischer Mist ist grundsätzlich ungeeignet. Arbeiten Sie verrotteten Kompost im Herbst ein. Eine leichte Kaliumgabe im Juni unterstützt die Reifung und die Bildung fester Schutzschuppen.
  • Unkraut­jäten: Zwiebeln mit flachem Wurzelsystem konkurrieren schlecht mit Unkräutern. Regelmäßiges Handweding oder organischer Mulch sind notwendig, besonders in den ersten Wochen nach der Pflanzung.

Ernte und Lagerung

Ernte­zeitpunkt: Sobald sich etwa die Hälfte des Laubes beugt und auf dem Boden liegt. Biegen Sie das Laub niemals künstlich oder treten Sie darauf – mechanische Verletzungen des Halses reduzieren die Lagerfähigkeit und öffnen Krankheiten die Tür.

Ablauf:
1. Zwiebeln vorsichtig ausgraben und 2–3 Tage auf dem Beet trocknen lassen.
2. Unter einen Unterstand bringen und 2–3 Wochen trocknen, bis die Schalen papierartig sind und der Hals ganz trocken ist.
3. Wurzeln und Laub abschneiden, oder Weichsorten zu Zöpfen binden.

Lagerung: Trockener, luftiger Ort mit einer Temperatur von 0–5 °C. Gelbe Zwiebel hält 4–8 Monate, rote 3–5 Monate (weniger Tannin in den Schalen = kürzere Haltbarkeit). Beste Sorten für Langzeitlagerung: Stuttgarter Riesen, Centurion F1, Rijnsburger.


3. Lauch (Allium ampeloprasum var. porrum)

Lauch ist das eleganteste Mitglied der Zwiebelfamilie – feiner, mild süßlicher Geschmack, seidenartige Textur nach dem Kochen und die Fähigkeit, den Winter direkt auf dem Beet zu verbringen, machen ihn zu einer der wertvollsten Wintergemüse. Der Anbau erfordert Geduld wegen der langen Vegetationsdauer, aber der Lohn ist frisches Gemüse zu einer Zeit, wenn andere Beete sonst leer stehen.

Sorten

  • Sommer- und Herbst­sorten: Megaton, King Richard, Carlton F1. Schnellere Entwicklung, ausgezeichnete Erträge, aber niedrigere Winterhärte – Ernte bis zu den ersten stärkeren Frösten.
  • Winter­sorten: Bluegreen Winter, Bandit, Carentan. Ertragen Fröste bis -15 °C und tief unter Null, Ernte ab Oktober durchgehend bis März.
  • Historische Riesensorte: Musselburgh. Kräftige, deutlich aromatische Stiele mit ausgezeichnetem Geschmack, seit Generationen bewährt.

Vorkultivierung und Pflanzung

Lauch wird fast immer vorkultiviert – Direktaussaat ins Beet ist langwierig und unzuverlässig.

  1. Aussaat: Februar–März in Schalen oder Aussaat­behälter. Tiefe 1 cm, Temperatur 15–18 °C. Die Jungpflanzen ähneln in den ersten Wochen feinem Gras – das ist normal.
  2. Keimung: 10–14 Tage. Bei niedrigerer Temperatur verzögert sich die Keimung.
  3. Freiland­pflanzung: Mai–Juni, wenn die Jungpflanzen ungefähr 6–8 mm dick sind (Stiftdicke). Frühere Pflanzung schwacher Pflanzen ist nicht vorteilhaft.
  4. Pflanz­technik in Löchern: Mit einem Dibber (Pflanzholz) machen Sie im Beet Löcher mit einer Tiefe von 12–15 cm und setzen einzelne Jungpflanzen hinein. Nicht mit Erde auffüllen – einfach gießen reicht. Das Wasser füllt das Loch schrittweise auf und der Stiel bleicht auf natürliche Weise, ohne zusätzliche Arbeit.
  5. Abstände: 10–15 cm in der Reihe, 30–40 cm zwischen den Reihen.

Pflege

  • Bewässerung: Regelmäßig über die gesamte Vegetationsperiode. Lauch ist eines der anspruchsvollsten Gemüse bezüglich Feuchte – Trockenheit verursacht verhärtete Stielen und bitteren Geschmack.
  • Düngung: Mittlere Nährstoff­anforderungen. Düngen Sie zweimal in der Saison mit ausgewogenem Dünger oder Kompostbrühe – vor dem Anhäufeln und im August.
  • Anhäufeln: Schrittweise Anhäuflung von Erde um die Stielen während des Sommers verlängert den weißen, zarten, essbaren Teil. Alternativ können Sie um die Stielen einen Zylinder aus Pappe oder Zeitungspapier wickeln.
  • Mulchen: Organischer Mulch (Stroh, Grasschnitt) unterdrückt Unkräuter und hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig.

Krankheiten und Schädlinge

  • Lauch­fliege (Napomyza gymnostoma): Der wichtigste Lauch­schädling unter tschechischen Bedingungen. Larven fressen spiralförmige Gänge in den Stielen, womit diese unbrauchbar werden. Ein feines Vlies über dem Beet von der Pflanzung bis Ende Juni ist die wirksamste Prävention. Beachten Sie strikte Fruchtfolge.
  • Lauch­rost: Charakteristische orangefarbene Flecken und Pusteln auf Blättern schwinden mit dem Herbstfortschritt. Beachten Sie ausreichende Abstände, gießen Sie nicht über die Blattfläche und entfernen Sie stark befallene Blätter.

Ernte

  • Sommer- und Herbst­sorten: ab September, sobald der Stiel eine Dicke von 3–4 cm an der Basis erreicht.
  • Winter­sorten: überwintern auf dem Beet und werden von Oktober bis März je nach Bedarf durchgehend geerntet. Nach strengeren Frösten erweichen die Stielen wieder und sind vollständig brauchbar.
  • Bei der Ernte verwenden Sie immer einen Spaten – die Wurzeln halten fest in der Erde, und Handverkauf erhöht das Verletzungsrisiko.

4. Schalotte (Allium cepa var. aggregatum)

Schalotte ist eine feine Verwandte der Zwiebel, in der professionellen Gastronomie hochgeschätzt für ihren komplexen, süßlich-milden Geschmack ohne aggressive Schärfe. Im Garten ist sie anspruchslos, vermehrt sich auf natürliche Weise vegetativ und hält unter guten Bedingungen länger im Lager als normale Zwiebel.

Sorten

  • Gelb: Longor, Jermor, Ambition F1. Die häufigste Gruppe, ausgezeichnetes Verhältnis von Ertrag und Lagerfähigkeit.
  • Rot und Violett: Red Sun, Zebrune. Dekorativer Eindruck auf dem Teller, deutlich feiner Geschmack.
  • Bananen­schalotte (echalion): Verlängerte Form, die eine Banane ähnelt, außergewöhnliche Süße. Es ist ein Hybrid aus Schalotte und Zwiebel, beliebt in der französischen Küche.

Pflanzung

Schalotte wird fast ausschließlich aus Steckzwiebeln (vegetativ aus geteilten Zwiebeln) angebaut, nicht aus Samen.

  1. Wann: März–April für Sommerernte oder Oktober–November für frühe Ernte im nächsten Jahr.
  2. Wie: Pflanzen Sie die Zwiebeln mit der Spitze nach oben so, dass die Spitze gerade über der Bodenoberfläche sichtbar ist. Tiefe: 2–3 cm.
  3. Abstände: 15–20 cm in der Reihe, 25–30 cm zwischen den Reihen. Schalotte wächst während der Vegetationsperiode in Büscheln – dichtes Pflanzen begrenzt dies.
  4. Aus einer gepflanzten Zwiebel wächst ein Büschel von 5–12 neuen Zwiebeln – das ist das Wesen ihres Anbaus und gleichzeitig der Grund, warum man einen Teil der Ernte immer als Saatgut für das nächste Jahr aufsparen sollte.

Pflege

  • Bewässerung: Mild und regelmäßig. Schalotte verträgt Dauernässe nicht – Wurzeln faulen, Zwiebeln entstehen weniger und sind wässriger.
  • Düngung: Minimal. Im Herbst eingegrabener verrotteter Kompost reicht üblicherweise für die ganze Saison.
  • Unkraut­jäten: Regelmäßig – Schalotte konkurriert im dichten Büschel schlecht mit Unkräutern, besonders in der ersten Vegetationshälfte.

Ernte und Lagerung

  • Ernte: Juli–August, wenn das Laub natürlich liegt und vergilbt.
  • Trocknung: 1–2 Wochen in trockener, luftiger und schattiger Umgebung. Zwiebeln aus einem Büschel nicht sofort trennen – lassen Sie sie zusammen natürlich trocknen.
  • Lagerung: Trockener, kühler Ort mit guter Luftzirkulation. Schalotte gehört zu den länger lagerfähigen Zwiebelmitgliedern – unter richtigen Bedingungen hält sie 6–12 Monate. Sparen Sie immer einen Teil der schönsten Ernte als Saatgut für die nächste Saison.

5. Allgemeine Grundsätze für den Zwiebel­gemüse­anbau

Boden

Zwiebel­gemüse ohne Ausnahme erfordert lockeren, durchlässigen, humosen Boden mit einem pH von 6,0–7,0. Schwerer, lehmiger oder staunässer Boden ist direkter Weg zu Fäulen und Wurzel­erkrankungen. Verbessern Sie Lehmböden jedes Jahr durch Zusatz von grobem Sand und reifem Kompost – Ergebnisse zeigen sich nach 2–3 Saisons.

Düngung – wesentliche Regel

Düngen Sie Zwiebel­gemüse niemals mit frischem Mist – das verursacht weiche Gewebe, übermäßiges vegetatives Wachstum, Fäulen und verschlechterte Ernte. Arbeiten Sie verrotteten Kompost mindestens 2 Monate vor der Pflanzung ein, idealerweise bei der Herbstvorbereitung des Beetes.

Nährstoff Wirkung Quelle
Kalium Verfestigt Schalen, verbessert Lagerfähigkeit Holz­asche, Kalium­dünger
Phosphor Unterstützt Zwiebel- und Wurzelbildung Knochen­mehl, Superphosphat
Stickstoff Unterstützt Blattmasse (mild!) Kompost, Hornmehl

Fruchtfolge

Pflanzen Sie Zwiebel­gemüse am selben Ort frühestens nach 4–5 Jahren. Im Boden sammeln sich Wurzel­nematoden, Fusarium­pilze und andere Pathogene an, die auf die Gattung Allium spezialisiert sind. Die Missachtung dieser Regel zeigt sich schnell und die Wiederherstellung des Gleichgewichts ist schwierig.

Geeignete Vorkulturen: Hülsenfrüchte (Erbse, Bohne), Kürbisgewächse, Tomaten.
Ungeeignete Vorkulturen: Alle anderen Zwiebel­gemüse, Tulpen oder Narzissen – teilen spektrum der Schädlinge und Pathogene mit der Gattung Allium.


6. Kalender für den Zwiebel­gemüse­anbau in der ČR

Monat Tätigkeit
Februar Vorkultivierung von Zwiebel aus Samen und Lauch. Bestellung von Zwiebel­gemüse­samen und Steckzwiebeln
März Pflanzung von Steckzwiebeln und Schalotten (sobald der Boden es erlaubt)
April Fortsetzung der Pflanzung. Pflege des aufgehenden Knoblauchs (Unkrautbekämpfung, erste Bewässerung)
Mai Freiland­pflanzung von Lauch. Kalium­düngung von Knoblauch. Entfernung der Blütenschäfte von Knoblauch
Juni Bewässerungs­reduktion bei Zwiebel (Reifung). Ernte der Knoblauch­schäfte. Düngung von Lauch
Juli Ernte von Knoblauch und Steckzwiebel­zwiebel. Trocknung und Aushärtung
August Ernte der restlichen Zwiebel und Schalotten. Trocknung der Ernte
September Abschluss der Trocknung und Lagerung. Beginn der Ernte frühen Lauch
Oktober–November Herbst­pflanzung von Knoblauch und Schalotten. Ernte von Winter­lauch
Dezember–Februar Durchgehende Ernte von Lauch vom Beet (frosthart)

7. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Hart- und Weichsorte?
Hartsorte bildet einen festen mittleren Stiel – einen Blütenschaft – mit Blütenstand ab. Sie hat weniger Zehen, aber sie sind größer und regelmäßig, der Geschmack ist ausgepräg

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