Die richtige Wahl des Pflanztopfes
Es gibt eine große Vielfalt an Pflanzbehältern. Dieser Artikel hilft Ihnen, sich einen Überblick zu verschaffen und den richtigen auszuwählen.
Materialien und ihre Eigenschaften
Pflanztöpfe werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile bieten. Kunststofftöpfe sind leicht, kostengünstig und in vielen Größen erhältlich. Sie eignen sich besonders für Anfänger und Indoor-Anbau.
Stofftöpfe (Textiltöpfe) fördern eine bessere Luftzirkulation zu den Wurzeln und verhindern Wurzelkreisen. Das Material ist atmungsaktiv und ermöglicht eine optimale Sauerstoffversorgung.
Air-Pots und ähnliche Systeme bieten durch ihre spezielle Konstruktion eine hervorragende Wurzelbelüftung. Die Wurzeln werden durch Luftkontakt auf natürliche Weise beschnitten, was zu einem gesünderen Wurzelsystem führt.
Größe und Volumen
Die Topfgröße sollte an die Pflanzenart und die Wachstumsphase angepasst werden. Zu kleine Töpfe begrenzen das Wurzelwachstum, während zu große Behälter zu Wasserstau führen können. Als Faustregel gilt: Je größer die Pflanze werden soll, desto mehr Volumen benötigt sie.
Pflanzgefäße und Blumentöpfe – Ratgeber für die richtige Wahl
Wenn wir ein neues Pflanzgefäß auswählen, müssen zunächst einige grundlegende Dinge geklärt werden. Die wichtigsten sind der Platzbedarf der Pflanze (Bäume und Sträucher benötigen wirklich große Gefäße, während kleine Zimmerpflanzen mit minimalem Platz auskommen) und auch, ob das Gefäß draußen platziert wird, wo es den Witterungseinflüssen standhalten muss, oder drinnen.
Klassische Blumentöpfe
Diese Pflanzgefäße kennt sicherlich jeder. Sie werden in vielen Varianten hergestellt und können auch kurzfristig im Außenbereich verwendet werden.
Verkauft werden hauptsächlich Keramik- und Kunststofftöpfe. Da diese Blumentöpfe oft nicht besonders dekorativ sind, werden sie häufig in dekorative Übertöpfe gestellt. Diese sind meist aus Keramik und in verschiedenen Farben erhältlich. Es gibt aber auch dekorative Übertöpfe aus Metall, Holz, Kunststoff und anderen Materialien. Übertöpfe haben in der Regel keine Abflusslöcher, daher sollten die Pflanzen darin maßvoll gegossen werden. Zwischen der Wand des Blumentopfes und des Übertopfes sollte ein Abstand von mindestens einem Zentimeter sein.
Für blühende Pflanzen wählen wir einfarbige, undekorierte Blumentöpfe oder Übertöpfe, in denen die Blüten zur Geltung kommen.
Blumentöpfe sind meistens rund, was in der Regel besser aussieht, es gibt aber auch eckige, die Platz sparen. Weitere Formen sind gelegentlich drei- und mehreckige Gefäße. Für Orchideen eignen sich durchsichtige Kunststoff-Blumentöpfe, die den Wurzeln Lichtzugang ermöglichen.
Blumenkästen
Blumenkästen sind länglich und meist zur Platzierung oder Aufhängung am Fensterbrett oder Geländer bestimmt. Häufig sind selbstbewässernde Blumenkästen, die Zeit beim Gießen sparen und gleichzeitig den Pflanzen den ganzen Tag über die benötigte Feuchtigkeit liefern und sie so vor Wassermangel-Stress schützen. Zum Blumenkasten muss meist auch eine Konstruktion mit Haken gekauft werden, die ein sicheres Aufhängen des Kastens ermöglicht.
Hängetöpfe
Hängetöpfe sind eine effektvolle Variante der klassischen Blumentöpfe. Auch diese Töpfe sind sehr beliebt in selbstbewässernder Ausführung, da sie oft schwer zugänglich und daher schwieriger zu gießen sind. Sie eignen sich für den Anbau aller nicht zu hohen Pflanzen. Sehr effektvoll sehen sie bepflanzt mit reich blühenden Sommerblumen oder hängendem Grün aus. Sie finden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich Verwendung.
Hängekörbe
Dabei handelt es sich um eine Metallkonstruktion, die mit durchlässigem Material, oft Kokosfaser, ausgekleidet ist. Innen werden sie mit Substrat gefüllt, in das die Pflanzen gepflanzt werden. Bei diesem Typ können Blumen auch seitlich zwischen den Gitterstäben herauswachsen.
Der Nachteil ist das schnelle Austrocknen des Substrats. Hängekörbe sind nicht für den Innenbereich geeignet, da Wasser frei durch sie hindurchfließt.
Außenbehälter
Bei Behältern, die ganzjährig im Freien stehen, ist auf ihre Widerstandsfähigkeit zu achten. Sie müssen frostbeständig, UV-beständig und mechanisch belastbar sein. Auf jeden Fall sollten sie Abflusslöcher haben, auch bei selbstbewässernden Typen, damit es bei längerem Regen nicht zum Überlaufen kommt.
Außenbehälter werden beispielsweise aus Edelstahl hergestellt, die nicht korrodieren, oder verzinkt, bei denen jedoch saure Düngelösungen Probleme verursachen können. Beliebt sind Polyrattan-Pflanzgefäße, die durch ihre Widerstandsfähigkeit und ihr Aussehen überzeugen. Meist fehlen ihnen Abflusslöcher, die Sie jedoch leicht selbst schaffen können. Gleiches gilt für Pflanzgefäße aus Glasfaserkunststoff. Massive Behälter werden auch aus Beton und Stein hergestellt.
Behälter für Aussaat und Anzucht
Für die Aussaat großer Mengen feiner Samen genügt ein breiter, flacher Behälter, aus dem die später gekeimten Sämlinge in einzelne Töpfe pikiert werden.
Für die Aussaat größerer Samen oder zur Erleichterung der späteren Handhabung können kleine Plastik-Töpfe, Aussaatschalen, Torftöpfe, Anzuchtplatten und Quelltabletten verwendet werden.
Aussaatschalen sind eigentlich verbundene kleine Töpfe. Sie werden mit Aussaat- und Vermehrungssubstrat gefüllt, in das die Samen gelegt werden. Später werden die Jungpflanzen daraus in größere einzelne Töpfe oder direkt ins Beet umgepflanzt. Aussaatschalen bestehen aus dünnem Kunststoff und nutzen sich daher schnell ab.
Torftöpfe haben den Vorteil, dass sie direkt als Substrat dienen. Die Wurzeln wachsen durch die Wände des Topfes hindurch und die Pflanzen werden direkt mit ihm ausgepflanzt, sodass keine Verletzungsgefahr der Wurzeln bei der Handhabung besteht. Sie sind jedoch nur einmal verwendbar. Genauso funktionieren auch Torfanzuchtplatten, bei denen eine größere Anzahl von Töpfchen verbunden ist, und Torfquelltabletten, die für kleinere Pflanzen bestimmt sind.