Ein sonniger Standort ist für Bohnenkraut am besten geeignet. Wir platzieren es in Töpfen, Balkonkästen und Schalen auf dem Balkon, in Töpfen vor dem Fenster und im Winter auf der Fensterbank.
Bohnenkraut – Kräutlein für Fenster, Balkon und Garten
Das Gartenbohnenkraut ist auch unter seinen volkstümlichen Namen wie Saturei, Pfefferkraut oder Kölle bekannt. Bohnenkraut ist eine verzweigte Pflanze mit hartem Stängel bis 30 cm Höhe und schmalen dunkelgrünen Blättern. Ab Juli wachsen aus den Blattachseln rosa bis zart violette Blüten. Es hat einen intensiv aromatischen Geschmack, der ins Pfeffrige übergeht. Bohnenkraut ist ein einjähriges Kraut und keimt gern im Licht. Auf der Fensterbank oder in Mini-Gewächshäusern wird es vorgezogen, und wenn die Setzlinge etwa 5 cm hoch sind, werden sie pikiert und in größere Töpfe umgepflanzt. Die Töpfe sollten einen Durchmesser von etwa 12 cm haben, und es werden bis zu 3 Pflänzchen zusammen gesetzt. Ab Mitte Mai können wir es in den Garten auspflanzen.
Die Verwendung von Bohnenkraut erfolgt meist als Blatt oder Kraut, es wird zu Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten, fettem Fleisch oder auch zu Kartoffelsuppe gegeben. Vor allem fördert es den Appetit und wirkt gegen Verdauungsbeschwerden. Es wird gemeinsam mit dem Gericht gekocht. Bei jungen Pflanzen müssen wir aufpassen, denn solange sie nicht gut angewurzelt sind, dürfen sie weder austrocknen noch übergossen werden. Am geeignetsten ist ein Substrat im Verhältnis – die Hälfte Substrat, ein Viertel Kompost und ein weiteres Viertel Sand mit etwas Kalk.
Ein sonniger Standort ist für Bohnenkraut am geeignetsten, wir stellen es in Töpfen, Blumenkästen und Schalen auf den Balkon, in Töpfen vors Fenster, im Winter auf die Fensterbank. Es ist selbstverständlich auch für den Garten geeignet. Es braucht zwar viel Wärme, muss aber leicht feuchten Boden haben, verträgt allerdings auch Trockenheit. Es wird nicht empfohlen, es zu düngen, da Düngung Geschmack und Duft schadet. Da sein Duft am stärksten zur Blütezeit hervortritt, wird es in dieser Zeit geerntet. Etwa 10 cm über dem Boden wird der Stängel abgeschnitten, dieser treibt dann neu aus und verzweigt sich. Es wird durch Samen vermehrt, jedoch reifen in unserem Klima die Samen nicht aus.
Gartenbohnenkraut ist eine einjährige Pflanze, also überwintert es nicht. Wenn wir einen ausreichenden Vorrat an Bohnenkraut für den Winter haben möchten, säen wir es im Juni oder Juli aus. Wenn wir uns einen relativ ausreichend großen Topf besorgen und ihn aufs Fenster stellen und darin mehrere Pflänzchen platzieren, haben wir einen Vorrat für den ganzen Winter. Nun wächst es aber nach dem Schnitt nicht mehr nach. Bohnenkraut können wir anschließend trocknen oder einfrieren. Das Kraut wird im Schatten getrocknet, dann werden Kraut und Knospen getrennt und in fest verschlossenen Glasgefäßen aufbewahrt. Wenn wir es zusammen mit grünen Bohnen einfrieren, haben wir später ein herrliches Essen für die ganze Familie.
Bergbohnenkraut – das ist in unseren Breiten nicht so bekannt, findet aber sicher schon seine Liebhaber. Es handelt sich um einen Zwergstrauch, der bis 40 cm hoch wächst und dicht verzweigte und stark verholzende Stängel hat. Das Pflänzchen duftet aromatisch. Dieses Bohnenkraut wird genauso angebaut wie Gartenbohnenkraut, verwildert aber manchmal. Es bevorzugt sonnige Standorte und kalkhaltige bis steinige Böden. Es enthält wirksame ätherische Öle, Gerbstoffe und etwas Schleimstoffe.
Bereits die alten Römer kannten dieses Pflänzchen als Gewürz. Im Mittelalter galt es als Heilmittel gegen Gicht, gegen Lähmungen und auch gegen Menstruationsbeschwerden. Es sollte angeblich auch die Erfüllung der ehelichen Pflichten fördern.
Tee aus Bohnenkraut erleichtert das Abhusten von Schleim bei Husten und wirkt antiseptisch. Bohnenkraut hilft auch bei Blähungen und regt die Bildung von Magensaft an. Unser Tipp bei leichten Verdauungsbeschwerden: Tee aus Bohnenkraut – 1 Teelöffel getrocknete Blätter mit einer Tasse heißem Wasser übergießen und ziehen lassen. 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und warm trinken. Man kann es auch in Mischung mit Thymian verwenden und den Tee nach Geschmack mit Honig süßen. Er schmeckt dann sicher besser und wirkt auch besser. Eine Tasse wird zwei- bis dreimal täglich getrunken.