Chicoree-Anbau - nährstoffreiches Substrat, ausschließlich sonniger Standort, mäßiges Gießen
Die Chicoree (Cichorium intybus var. foliosum) ist ein traditionelles Gemüse, das sowohl im Garten als auch im Kübel erfolgreich angebaut werden kann. Mit der richtigen Pflege belohnt sie Sie mit knackigen, leicht bitteren Blättern, die sich hervorragend für Salate eignen.
Optimales Substrat für gesundes Wachstum
Chicoree bevorzugt ein nährstoffreiches, gut durchlässiges Substrat mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Die Erde sollte locker und humusreich sein, damit sich die Wurzeln optimal entwickeln können. Eine Mischung aus hochwertiger Gartenerde, reifem Kompost und etwas Sand sorgt für die ideale Struktur. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst zu Fäulnis neigen.
Für die Topfkultur eignet sich eine hochwertige Gemüseerde, die mit organischem Dünger angereichert ist. Achten Sie auf eine gute Drainage durch eine Schicht Blähton oder Kies am Gefäßboden.
Sonniger Standort als Grundvoraussetzung
Chicoree benötigt einen ausschließlich sonnigen Standort mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Nur bei ausreichend Licht entwickeln sich kompakte, aromatische Köpfe mit dem charakteristischen Geschmack. Im Halbschatten wächst die Pflanze zwar, bildet aber lockere, weniger schmackhafte Blätter aus.
Wählen Sie einen windgeschützten Platz, der gleichzeitig luftig ist. Dies beugt Pilzkrankheiten vor und fördert die Gesundheit der Pflanzen. Südlich ausgerichtete Beete oder Terrassen sind ideal für den Chicoree-Anbau.
Mäßiges Gießen für optimale Ergebnisse
Bei der Bewässerung gilt das Prinzip der mäßigen Feuchtigkeit. Chicoree verträgt keine dauerhaft nassen Füße, benötigt aber gleichmäßige Wasserversorgung für kräftiges Wachstum:
- Gießen Sie regelmäßig, aber sparsam - das Substrat sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen
- Vermeiden Sie Staunässe und Überwässerung
- Gießen Sie morgens direkt an die Wurzeln, nicht über die Blätter
- In heißen Sommermonaten kann häufigeres Gießen notwendig sein
- Mulchen Sie den Boden, um die Feuchtigkeit zu bewahren
Aussaat und Pflanzung
Die Direktsaat erfolgt von April bis Juli in Reihen mit 30-40 cm Abstand. Säen Sie die Samen etwa 1 cm tief und halten Sie die Erde bis zur Keimung gleichmäßig feucht. Die Keimung erfolgt bei 15-20°C innerhalb von 10-14 Tagen. Vereinzeln Sie die Jungpflanzen später auf einen Abstand von 25-30 cm.
Düngung und Pflege
Chicoree ist ein Mittelzehrer und benötigt eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Arbeiten Sie vor der Aussaat reifen Kompost in den Boden ein. Während der Wachstumsphase können Sie alle 3-4 Wochen mit einem organischen Gemüsedünger nachdüngen. Vermeiden Sie stickstoffbetonte Düngung, da dies zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Kopfbildung führt.
Ernte und Verwendung
Die Ernte erfolgt je nach Sorte 12-16 Wochen nach der Aussaat. Schneiden Sie die Köpfe knapp über dem Boden ab. Für die Treiberei können Sie im Herbst die Wurzeln ausgraben und im Dunkeln treiben lassen - so entstehen die begehrten, zarten Chicorée-Sprossen mit ihrem milden, leicht bitteren Geschmack.
Mit diesen Grundlagen gelingt Ihnen der Anbau von knackiger, aromatischer Chicoree für die frische Küche!
Kurz gesagt: Chicorée braucht ein nährstoffreiches, durchlässiges Substrat mit pH 6,0 bis 7,0, mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne täglich und mäßiges Gießen ohne Staunässe. Die Direktsaat erfolgt von April bis Juli in Reihen mit 30 bis 40 cm Abstand, geerntet wird je nach Sorte 12 bis 16 Wochen nach der Aussaat.
| pH-Wert des Substrats | 6,0 bis 7,0, locker, humusreich, gut durchlässig |
|---|---|
| Standort | vollsonnig, mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne täglich |
| Aussaat | Direktsaat April bis Juli, etwa 1 cm tief |
| Abstände | Reihen 30 bis 40 cm, Vereinzeln auf 25 bis 30 cm |
| Keimung | bei 15 bis 20 °C innerhalb von 10 bis 14 Tagen |
| Ernte und Düngung | Ernte 12 bis 16 Wochen nach Aussaat, Nachdüngen alle 3 bis 4 Wochen |
GEMEINE WEGWARTE
Volkstümliche Namen der Wegwarte sind Zichorie, Cichorium oder Sonnenwedel. Sie bildet einen 15 bis 150 cm hohen Stängel und lanzettliche Blätter.
Für Heilzwecke wird die ganze Pflanze einschließlich Blüten und Wurzel geerntet. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Inulin, Gerbstoffe und Bitterstoffe.
Sie zerstört sehr gut krankheitserregende Bakterien in den Schleimhäuten und beeinflusst positiv die Verdauungsprozesse.
Sie unterstützt auch die Lebertätigkeit und regt den Appetit an. Sie hilft auch bei Bauchschmerzen und Blähungen. Bei äußerer Anwendung hilft sie zur Reinigung der Haut.
Tee: Einen Teelöffel getrocknete Wegwartenwurzel oder Kraut mit einem Teelöffel Pfefferminze mischen. Mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen und 2-3 Min. kochen. Es werden 2 Tassen täglich getrunken.